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Gold wahrt die Chance auf ein Comeback

Gold, Silber und Co. wirken noch immer angeschlagen. Die einzelnen Edelmetalle sind zwar um Stabilität bemüht, doch nach oben hin geht (noch) nicht sonderlich viel. Das Aufwärtspotential scheint in der aktuellen Situation offenkundig begrenzt zu sein.

Schauen wir uns die aktuelle Lage bei Gold an. Ein positives Fazit aus den letzten Handelstagen zu ziehen, fällt schwer. Einzig der Umstand, dass es Gold erspart blieb, neue Verlaufstiefs ausbilden zu müssen und so auch noch charttechnisch in Bedrängnis zu kommen, wäre hier zu erwähnen. Eine kräftige Erholung zeichnet sich bei Gold nach wie vor nicht ab.

Die vergleichsweise robuste Verfassung der Greenbacks an den Devisenmärkten gilt es, ins Feld zu führen, wenn es darum geht, Belastungsfaktoren für den Goldpreis zu benennen. Die Stärke des US-Dollars limitiert Gold. In der letzten Woche standen mit der Veröffentlichung des Protokolls (erfolgte Mittwoch, 22.05.) von der FOMC-Sitzung vom 30.04. / 01.05. und diversen US-Konjunkturdaten einige wichtige Termine für den US-Dollar und somit auch zwangsläufig für Gold an. Das FOMC-Sitzungsprotokoll nährte nicht unbedingt die Aussicht auf eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank. Das stützte wiederum den US-Dollar. Allerdings gab es unter den veröffentlichten Konjunkturdaten einige Enttäuschungen hinzunehmen. Der Markit PMI für Dienstleistungen und der Markit PMI für den Produktionssektor lagen am Donnerstag (23.05.) unter den Erwartungen. Die nicht minder wichtigen Daten zu den Auftragseingängen langlebiger Güter vom Freitag schlugen dann in die gleiche Kerbe. Die schwachen US-Konjunkturdaten drängten den US-Dollar zunächst ein wenig in die Defensive, was wiederum dem Goldpreis die Gelegenheit gab, noch einmal durchzuatmen.

Von einer nachhaltigen Entlastung ist der Goldpreis derzeit aber noch weit entfernt. Wir hatten des Öfteren an dieser Stelle bereits unsere Auffassung thematisiert, dass eine durchgreifende Erholung des Goldpreises erst in Verbindung mit deutlich anziehenden Beständen physisch besicherter Gold-ETF einhergehen kann. Dieses würde auf ein Umdenken der Marktteilnehmer in Sachen Risikoaversion hindeuten. Doch bislang sind allenfalls Bodenbildungsversuche bei den Beständen auszumachen. Auch ein Blick auf die Saisonalität lässt keine baldigen positiven Impulse für den Goldpreis erwarten. Um es kurz zu machen: Derzeit ist unter saisonalen Aspekten Sauregurkenzeit für Gold und diese Phase könnte sich noch über einige Wochen hinziehen…

Aus charttechnischer Sicht konnte zuletzt weiteres Ungemach abgewendet werden. Die 1.265 US-Dollar haben gehalten. Doch noch immer dominieren Abwärtstrends das Handelsgeschehen. Erst ein Ausbruch über die 1.300 US-Dollar würde hier für Entlastung sorgen und könnte gleichzeitig die Tür zu einem Comeback für Gold weit aufstoßen.

 


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