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Auf und Ab an den Devisenmärkten

Devissen, Forx, EUR/Dollar, EUR/USD

Die letzten Handelstage hatten es wahrlich in sich. Die Fülle geopolitischer und handelspolitischer Konflikte führte an den Finanzmärkten im Allgemeinen und an den Devisenmärkten im Speziellen zu großen Verwerfungen.

Zu den Währungspaaren, die aufgrund ihrer Bedeutung im Fokus des Interesses stehen, gehört ohne Zweifel USD / JPY. Wir möchten noch einmal an unsere letzte Kommentierung zu USD / JPY vom 08.08. dieses Jahres anknüpfen. Zum damaligen Zeitpunkt nahm die Korrektur des US-Dollars gegen den Yen noch einmal Fahrt auf. Der Greenback durchbrach die eminent wichtige Unterstützung bei 107,2 JPY. Die 105,0 JPY aktivierten sich daraufhin als potentielles Bewegungsziel. Zwischenzeitlich wurde dieses Bewegungsziel (punktgenau) abgearbeitet, worauf zunächst eine Erholung im US-Dollar einsetzte. Das von uns damals skizzierte Worst-Case-Szenario mit der möglichen Ausdehnung der Korrektur bis auf 100,0 JPY ist damit aber noch nicht vom Tisch. Temporär hat sich die Lage (aus Sicht des US-Dollars) zwar beruhigt, doch von Entwarnung kann noch nicht gesprochen werden.

Dass es dem US-Dollar vor dem Hintergrund der ganzen belastenden Themen gelang, in der zweiten Hälfte der letzten Woche wieder Boden unter die Füße zu bekommen, lag vor allem an den vergleichsweise robusten US-Konjunkturdaten – insbesondere denen vom vergangenen Donnerstag (15.08.). So überraschten sowohl die aktuellen Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen als auch der Philadelphia-Fed-Herstellungsindex positiv. Es war allerdings nicht alles Gold, was da glänzte, denn am Freitag (16.08.) enttäuschte dann das US-Verbrauchervertrauen (Reuters/Uni Michigan).

Aus charttechnischer Sicht sind die beiden relevanten Marken deutlich auszumachen. Das markante Tief bei 105,0 JPY gilt es nun für den US-Dollar zu verteidigen. Ein Rutsch unter diese Marke sollte tunlichst vermieden werden, denn anderenfalls würde sich aus unserer Sicht die bereits thematisierte Zone um 100,0 JPY als potentieller Zielbereich aktivieren. Auf der Oberseite bleiben die 107,2 JPY das Maß der Dinge. Dieser Widerstandsbereich muss übersprungen werden, um eine erste Entspannung herbeizuführen.

Kommen wir auf GBP  /USD. Seit kurzer Zeit führt Boris Johnson das Vereinigte Königreich als Premierminister und steuert es damit wohl auf einen ungeregelten Brexit zu. Das Pfund kannte während dieser Phase an den Devisenmärkten nur eine Richtung; nämlich abwärts. Die Talfahrt gegen den US-Dollar zeigt sich deutlich im unteren 3-Jahres-Chart auf Wochenbasis. Nach dem Verlust der massiven Unterstützungszone 1,275 / 1,250 US-Dollar kam es, wie es kommen musste. Die Korrektur brach sich weiter Bahn. Zwischenzeitlich fiel das Britische Pfund auf 1,20 US-Dollar zurück. Die Relevanz der Zone lässt sich unschwer im Chart erkennen. Sollte es unter die 1,20 US-Dollar gehen, muss eine Neubewertung erfolgen. Eine nachhaltige Entspannung ist aus Sicht für das Pfunds erst oberhalb von 1,25 / 1,275 US-Dollar zu erwarten.

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