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Brent C.O. und WTI Oil bleiben unter Druck

In den letzten Handelstagen standen die Ölpreise zunächst unter einem großen Abgabedruck. Die heftige Korrektur nahm zwischenzeitlich sogar Züge eines kleinen Ausverkaufs an. Aktuell scheint sich die Lage jedoch wieder etwas beruhigt zu haben. Ob die Talfahrt von Brent C.O. und WTI Oil damit allerdings bereits vorbei ist, darf und muss bezweifelt werden.

Die Belastungsfaktoren sind hinlänglich bekannt. Das Dauerthema Handelskonflikte nahm noch einmal an Schärfe zu, nachdem US-Präsident Trump seinen mexikanischen Nachbarn Strafzölle in Aussicht stellte. Die Märkte verabschieden sich gerade von der Hoffnung auf eine schnelle Beilegung der Handelsstreitigkeiten. Bezogen auf den Ölmarkt heißt das, dass die Entwicklung der Nachfrageseite immer kritischer gesehen wird.

Die jüngsten, eher enttäuschend ausgefallenen (US-)Konjunkturdaten befeuerten die Ängste am Ölmarkt zudem immer wieder aufs Neue. Ein weiterer Aspekt, der den Marktteilnehmern zunehmend aufs Gemüt schlägt, ist die aktuelle Verfassung des US-Ölmarkts. Exemplarisch hierfür waren die Daten der EIA (Energy Information Administration) vom gestrigen Mittwoch (05.06.) für die Woche zum 31.05. Wieder einmal wurden die Erwartungen des Marktes hinsichtlich der Entwicklung der US-Rohöllagerbestände enttäuscht. Statt des erwarteten (und wohl auch erhofften) leichten Bestandsabbaus legten die US- Rohöllagerbestände im Berichtszeitraum deutlich um 6,7 Mio. Barrel zu. Weitaus relevanter dürfte aber der Blick auf die Förderaktivitäten sein. Nach einer kleinen Delle bei den Produktionsmengen, die noch Anfang Mai zu beobachten war, schwang sich die US-Rohölproduktion nun in der Woche zum 31.05. mit 12,4 Mio. bpd auf ein neues Jahreshoch auf.

Das schwierige fundamentale Umfeld schlug auf die Preise durch. Im Ergebnis hat sich die charttechnische Verfassung von Brent C.O. und WTI Oil zuletzt deutlich verschlechtert. Schauen wir zunächst auf Brent C.O. Nach dem Verlust der eminent wichtigen Unterstützung bei 65,0 US-Dollar hatten sich auf der Unterseite die 63,5 US-Dollar und 60,0 US-Dollar als potentielle Bewegungsziele aktiviert. Da die 63,5 US-Dollar dem Abwärtsdruck nicht viel entgegenzusetzen hatten, steht nun die psychologisch wichtige Marke von 60,0 US-Dollar im Feuer. Geht Brent C.O. auch darunter, muss eine Neubewertung der Lage erfolgen. Ein Vorstoß auf der Oberseite würde an Relevanz gewinnen, sollte der über die 65,0 US-Dollar laufen können.

Das Chartbild bei WTI Oil sieht ähnlich schwach aus. Der Bruch der Zone 61,0 / 60,0 US-Dollar gab der Korrektur noch einmal Schwung. Der Verlust der 55,0 US-Dollar rückt nun die Marke von 50,0 US-Dollar in den Fokus. Für diesen Bereich gilt auch: Fällt WTI Oil darunter, ist eine Neubewertung unerlässlich, wohingegen Erholung erst oberhalb von 55,0 US-Dollar für Entspannung sorgen würden.

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