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S&P 500 kämpft sich weiter nach oben

Es ist zwar noch nicht der ganz große Wurf, dem der S&P 500 zuletzt gelang, doch immerhin konnte sich der US-amerikanische Leitindex wieder über die 3.000er Marke zurückkämpfen. Bereits zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung mehrten sich die Anzeichen für ein Comeback des Index. Mit der Rückeroberung der 3.000er Marke konnte nunmehr ein wichtiger Meilenstein erreicht werden. Gleichzeitig zieht das Eindringen des Index in die zentrale Widerstandszone, die wir zwischen 3.000 und 3.028 Punkten verorten, zwangsläufig eine wichtige Frage nach sich – Kann der Index auf neue Hochs ausbrechen oder erhält das Thema Top-Bildung neue Nahrung?

Für fundamentalen Rückenwind sorgt weiterhin der sehr ordentliche Verlauf der US-Quartalsberichtssaison. Allerdings muss man auch konstatieren, dass die Daten einiger potentieller „Sorgenkinder“, wie etwa die Daten der (US-)Ölkonzerne, noch anstehen. Getragen wird die aktuelle (Kauf)Stimmung der Marktakteure zudem weiterhin von einer gewissen Hoffnung auf signifikante Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China.

In Kürze werden jedoch wieder Konjunkturdaten in den Fokus rücken. Bereits heute (22.10.) stehen unter anderem mit den Verkaufszahlen bestehender Häuser wichtige Daten zum US-Immobilienmarkt an. Am Donnerstag (24.10.) werden dann unter anderem die Daten zu den Auftragseingängen langlebiger Güter sowie der Markit PMI Dienstleistungen und der Markit PMI Herstellung erwartet. Frische Daten zum US-Verbrauchervertrauen (ermittelt durch Reuters / Uni Michigan) beschließen schließlich am Freitag eine wichtige Handelswoche. Die aktuellen Daten dürften insbesondere vor dem Hintergrund der in der nächsten Woche stattfindenden zweitägigen Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) der Fed argwöhnisch betrachtet werden. Das FOMC wird am Dienstag (29.10.) und Mittwoch (30.10.) über die Geldpolitik beraten und am Mittwoch den Märkten seine Entscheidung mitteilen. Man darf gespannt sein, ob die Fed auf ihrer Sitzung jetzt im Oktober bereits aktiv werden wird.

Blicken wir auf die charttechnischen Aspekte im S&P 500. Der erfolgreiche Test der Aufwärtstrends vom Monatsanfang könnte die Basis für einen Ausbruch auf der Oberseite gelegt haben. Eine Bestätigung gilt es, freilich noch abzuwarten. Hierzu muss das bisherige Hoch von 3.028 Punkten signifikant überwunden werden. Bei allem Optimismus sollte man die Unterseite weiterhin im Blick haben. Idealerweise hält der Bereich 2.950 / 2.930 Punkten etwaigen Rücksetzern Stand. Sollte es darunter gehen, ist das kurzfristig bullische Bild dahin.

 (S&P 500® ist eine eingetragene Marke von Standard & Poor‘s Financial Services, LLC)

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Die hier angebotenen Artikel dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals und – je nach Art des Investments – sogar zu darüber hinausgehenden Verpflichtungen, bspw. Nachschusspflichten, führen können. Die Informationen ersetzen keine auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen. FollowFin.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinerlei Einfluss. FollowFin.de hat bis zur Veröffentlichung der Artikel keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand der Artikel. Die Veröffentlichungen erfolgen durch externe Autoren bzw. Datenlieferanten. Infolgedessen können die Inhalte der Artikel auch nicht von Anlageinteressen von FollowFin.de und / oder seinen Mitarbeitern oder Organen bestimmt sein.

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US-Dollar am Scheideweg

Die gute Nachricht lautet aus charttechnischer Sicht, dass WTI Oil weiterhin oberhalb seiner zentralen Unterstützung (Bereich von 50,0 / 51,5 US-Dollar) notiert. Die weniger gute Nachricht lautet allerdings, dass WTI Oil bislang nicht in der Lage ist, auf der Oberseite Durchschlagskraft zu entwickeln. Über die fundamentalen Belastungsfaktoren kommen wir im weiteren Verlauf noch zu sprechen. Bleiben wir gleich bei der Charttechnik.

Nachdem WTI Oil Mitte September spekulationsgetrieben ein markantes Zwischenhoch im Bereich von 63,0 US-Dollar ausbildete, fiel dieser Aufwärtsimpuls rasch in sich zusammen und es kreierte sich daraufhin veritables Abwärtsmomentum. Nach einer Reihe charttechnischer Verkaufssignale (u.a. bärisches Kreuzen der 200-Tage-Linie) kam die Korrekturbewegung erst im Bereich der bereits benannten Zone 51,5 bis 50,0 US-Dollar zum Stehen. Seitdem ist eine Seitwärtsbewegung zu beobachten. Der Widerstand um 55,0 US-Dollar deckelte zuletzt das Handelsgeschehen auf der Oberseite. Auf der Unterseite konnte sich WTI Oil zuletzt immerhin oberhalb von 52,5 US-Dollar halten. Die unentschlossene Seitwärtsbewegung könnte einen baldigen Aufwärtsimpuls ankündigen. Die Bewegungsrichtung selbst liegt im Dunkeln. Insofern gilt es, die Begrenzungen bei 55,0 US-Dollar auf der Oberseite sowie 51,5 bis 50,0 US-Dollar auf der Unterseite im Auge zu behalten.

WTI Oil ist aktuell mit einer Reihe fundamentaler Belastungsfaktoren konfrontiert, sodass Sorgen in Bezug auf die globale Ölnachfrage das Handelsgeschehen dominieren. Da passt es ins Bild, dass der Internationale Währungsfonds (IWF)  kürzlich seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft in 2019 auf 3,0 Prozen reduzierte (nach zuvor noch 3,2 Prozent) und das unter anderem mit Handelsbarrieren begründete. Eine Reihe schwacher US-Daten (u.a. lagen die aktuellen Daten zu den Einzelhandelsumsätzen und zur Industrieproduktion deutlich unterhalb der Markterwartungen) trug auch nicht gerade zur Aufhellung der Stimmung bei.

Die erst gestern (Donnerstag, 17.10.) veröffentlichten aktuellen Daten der Energy Information Administration (EIA) für die Woche zum 11.10. kreierten ebenfalls keine Kaufstimmung; ganz im Gegenteil. Die US-Rohöllagerbestände stiegen im Berichtszeitraum um satte 9,3 Mio. Barrel auf 434,9 Mio. Barrel an. Damit setzte sich der Trend zum Bestandsaufbau weiter fort. Mittlerweile liegen die US-Rohöllagerbestände wieder etwa 2 Prozent oberhalb des relevanten 5-Jahres-Durchschnitts. Die US-Rohölproduktion lag in der Woche zum 11.10. bei 12,6 Mio. bpd und damit weiterhin auf Jahreshoch…

Kurzum: Aktuell scheint das Aufwärtspotential bei WTI Oil mit Blick auf die vorherrschende Gemengelage begrenzt zu sein. Nichtsdestotrotz könnte ein Ausbruch über die 55,0 US-Dollar für frischen charttechnischen Wind sorgen. Das Hauptaugenmerk sollte allerdings eher auf der Unterseite liegen. Sollte es zum Bruch der 50,0 US-Dollar kommen, muss die Lage neu bewertet werden.

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Dax – Kommt jetzt das Kursfeuerwerk?

Mit kräftigen Kursgewinnen reagierte der Dax am Freitag (11.10.) zunächst auf die Bekanntgabe einer im Handelskonflikt zwischen den USA und China erzielten Teileinigung. Beide Parteien hatten sich während ihrer letzten Gesprächsrunde zu einem aus unserer Sicht eher schwammigen Kompromiss durchgerungen, nachdem es offenkundig weiterhin nicht möglich ist, einen „großen Deal“ auszuhandeln, der vor allem vom US-Präsidenten bislang so vehement gefordert wurde.

Dieser vereinbarte Kompromiss sieht nun erst einmal vor, dass die USA vorerst auf die weitere Erhöhung der Strafzölle verzichten wollen. Diese Erhöhung sollte eigentlich ab dem 15.10. in Kraft treten und sah vor, die bestehenden Strafzölle von 25 Prozent auf 30 Prozent für chinesische Importe im Wert von 250 Mrd. US-Dollar zu erhöhen. Lediglich diese Erhöhung ist erst einmal vom Tisch. Auf der anderen Seite haben sich die Chinesen dazu bereit erklärt, Agrarprodukte aus den USA zu beziehen.

Diese Teileinigung ist aus unserer Sicht allenfalls ein erster Schritt, der ganz große Wurf war es nicht. Dennoch sorgte die Nachricht für eine gewisse Entspannung und für anziehende Aktienkurse. Vor allem die Aktienmärkte lechzen ja weiterhin nach einem belastbaren „Deal“, zeigten sich in einer ersten Reaktion aber zufrieden mit dem erzielten Kompromiss. Die Frage ist nun natürlich, wie nachhaltig diese Entwicklung sein wird…

Die heute (14.10.) veröffentlichten chinesischen Export- und Importzahlen für September dokumentieren einmal mehr, wie stark der Handelskonflikt den Chinesen bereits zugesetzt hat. So fielen die Exporte im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um -3,2 Prozent und damit deutlich stärker als im Vorfeld erwartet wurde. Die Importe sanken um -8,5 Prozent und lagen damit ebenfalls deutlich unter den Erwartungen des Marktes. Kommen wir auf den Dax zurück.

In Bezug auf die eingangs gestellte Frage bleiben wir zurückhaltend, denn dem Index gelang es am Freitag letztendlich nicht, eine Weichenstellung herbeizuführen und den massiven Widerstandsbereich um 12.500 Punkte auszuhebeln. Somit blieb ein frisches charttechnisches Kaufsignal aus. Der Index startete in den heutigen Montagshandel etwas verhalten und „litt“ unter Gewinnmitnahmen. Der Dax sollte nun den Kontakt zur Widerstandszone nicht verlieren. Im bullischen Idealfall spielen sich Gewinnmitnahmen komfortabel oberhalb von 12.200 Punkten ab. Es gilt unverändert, dass ein Rücksetzer unter die 12.000er Marke zu vermeiden ist. Aus deutscher Sicht steht morgen mit den frischen ZEW-Daten ein wichtiger Impulsgeber an. Am Mittwoch (16.10.) wird es in den USA spannend, wenn unter anderem die aktuellen Daten zur Entwicklung der Einzelhandelsumsätze und zudem die Veröffentlichung des Beige Books der Fed auf der Agenda stehen.

(DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

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