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Dax – Gelingt dem Index der Turnaround?

Vergessen sind die Warnsignale, die der Dax in den vergangenen Handelswochen sendete. Der Index startete nun frohen Mutes in die verkürzte Handelswoche und setzte damit den Aufwärtstrend der letzten Handelstage fort. Der Optimismus an den Aktienmärkten ist zurück. Die mit Blick auf die US-Notenbank anhaltenden Zinsspekulationen und die (überraschende) Einigung zwischen den USA und Mexiko und damit einhergehend die Abwendung der von den USA verhängten Strafzölle (zumindest vorerst) kreieren aktuell eine positive Gemengelage und lassen erneut Kaufstimmung an den Aktienmärkten im Allgemeinen und im Dax im Speziellen aufkommen.

Bleiben wir zunächst beim Thema Zinsphantasie. Die Aktienmärkte setzen verstärkt darauf, dass die  US-Notenbank mit Blick auf die Rahmenbedingungen womöglich bald aktiv werden und so doch noch im Jahr 2019 die Leitzinsen senken könnte. Zuletzt schwächer ausgefallene Konjunkturdaten befeuerten die Erwartungen dahingehend. Ein wichtiges Beispiel war diesbezüglich der aktuelle US-Arbeitsmarktbericht von Mai, der am vergangenen Freitag (07.06.) veröffentlicht wurde. Dieser blieb hinter den Erwartungen zurück. Insbesondere die Zahl der neugeschaffenen Stellen ex Landwirtschaft enttäuschte deutlich.

Für viele Marktteilnehmer kam die Einigung zwischen den USA und Mexiko beim Thema  Bekämpfung der illegalen Einwanderung in die USA doch ein wenig überraschend. Die USA bzw. Präsident Trump hatten gegenüber Mexiko moniert, das Land würde zu wenig tun, um die Zahl der illegalen Grenzübertritte in die USA entscheidend zu reduzieren. Trump hatte daraufhin Mexiko mit Strafzöllen (in diversen Staffelungen) gedroht. Eine rasche Einigung war kaum zu erwarten gewesen, doch die von Mexiko kurzfristig beschlossenen Maßnahmen besänftigten den US-Präsidenten und wendeten somit (vorerst) die drohenden Zölle ab.

Damit fokussiert sich das Thema Handelspolitik wieder auf den  Zollstreit der USA mit China. Auch hier gibt es noch immer Hoffnungen, dass sich die USA und China auf dem kommenden G20-Gipfel in Osaka (Japan) annähern könnten. Wie erfolgreich das Ganze am Ende sein wird, bleibt hingegen offen.

Die nächsten Handelstage sind gespickt mit wichtigen Konjunkturdaten. Insbesondere in den USA geht es hierbei hoch her. So stehen am heutigen Mittwoch (12.06.) noch die eminent wichtigen US-Verbraucherpreise an. Am Donnerstag folgen unter anderem die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung. Am Freitag wird es dann heikel – Daten zu den Einzelhandelsumsätzen, zur Industrieproduktion und zum Verbrauchervertrauen (Reuters/Uni Michigan) werden eine für die US-Indizes und damit auch zwangsläufig für den Dax  wichtige Handelswoche beschließen.

Aus charttechnischer Sicht konnte der Dax seine 200-Tage-Linie zuletzt verteidigen und eine Erholung starten. Der kurzfristige Abwärtstrend (rot dargestellt) wurde verlassen. Aktuell steht die Unterseite des ehemaligen Aufwärtstrendkanals (grün) zur Disposition. Oberste Priorität hat jedoch die 12.430-Punkte-Marke auf der Oberseite. Wird diese überwunden, ist das Chartbild geklärt. Bis dahin gilt es, die Unterseite im Auge zu behalten und einen erneuten Rücksetzer unter die 12.000 Punkte zu vermeiden.

(DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

Haftungsausschluss/Disclaimer

Die hier angebotenen Artikel dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals und – je nach Art des Investments – sogar zu darüber hinausgehenden Verpflichtungen, bspw. Nachschusspflichten, führen können. Die Informationen ersetzen keine auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen.FollowFin.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinerlei Einfluss. FollowFin.de hat bis zur Veröffentlichung der Artikel keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand der Artikel. Die Veröffentlichungen erfolgen durch externe Autoren bzw. Datenlieferanten. Infolgedessen können die Inhalte der Artikel auch nicht von Anlageinteressen von FollowFin.de und / oder seinen Mitarbeitern oder Organen bestimmt sein.

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Brent C.O. und WTI Oil bleiben unter Druck

In den letzten Handelstagen standen die Ölpreise zunächst unter einem großen Abgabedruck. Die heftige Korrektur nahm zwischenzeitlich sogar Züge eines kleinen Ausverkaufs an. Aktuell scheint sich die Lage jedoch wieder etwas beruhigt zu haben. Ob die Talfahrt von Brent C.O. und WTI Oil damit allerdings bereits vorbei ist, darf und muss bezweifelt werden.

Die Belastungsfaktoren sind hinlänglich bekannt. Das Dauerthema Handelskonflikte nahm noch einmal an Schärfe zu, nachdem US-Präsident Trump seinen mexikanischen Nachbarn Strafzölle in Aussicht stellte. Die Märkte verabschieden sich gerade von der Hoffnung auf eine schnelle Beilegung der Handelsstreitigkeiten. Bezogen auf den Ölmarkt heißt das, dass die Entwicklung der Nachfrageseite immer kritischer gesehen wird.

Die jüngsten, eher enttäuschend ausgefallenen (US-)Konjunkturdaten befeuerten die Ängste am Ölmarkt zudem immer wieder aufs Neue. Ein weiterer Aspekt, der den Marktteilnehmern zunehmend aufs Gemüt schlägt, ist die aktuelle Verfassung des US-Ölmarkts. Exemplarisch hierfür waren die Daten der EIA (Energy Information Administration) vom gestrigen Mittwoch (05.06.) für die Woche zum 31.05. Wieder einmal wurden die Erwartungen des Marktes hinsichtlich der Entwicklung der US-Rohöllagerbestände enttäuscht. Statt des erwarteten (und wohl auch erhofften) leichten Bestandsabbaus legten die US- Rohöllagerbestände im Berichtszeitraum deutlich um 6,7 Mio. Barrel zu. Weitaus relevanter dürfte aber der Blick auf die Förderaktivitäten sein. Nach einer kleinen Delle bei den Produktionsmengen, die noch Anfang Mai zu beobachten war, schwang sich die US-Rohölproduktion nun in der Woche zum 31.05. mit 12,4 Mio. bpd auf ein neues Jahreshoch auf.

Das schwierige fundamentale Umfeld schlug auf die Preise durch. Im Ergebnis hat sich die charttechnische Verfassung von Brent C.O. und WTI Oil zuletzt deutlich verschlechtert. Schauen wir zunächst auf Brent C.O. Nach dem Verlust der eminent wichtigen Unterstützung bei 65,0 US-Dollar hatten sich auf der Unterseite die 63,5 US-Dollar und 60,0 US-Dollar als potentielle Bewegungsziele aktiviert. Da die 63,5 US-Dollar dem Abwärtsdruck nicht viel entgegenzusetzen hatten, steht nun die psychologisch wichtige Marke von 60,0 US-Dollar im Feuer. Geht Brent C.O. auch darunter, muss eine Neubewertung der Lage erfolgen. Ein Vorstoß auf der Oberseite würde an Relevanz gewinnen, sollte der über die 65,0 US-Dollar laufen können.

Das Chartbild bei WTI Oil sieht ähnlich schwach aus. Der Bruch der Zone 61,0 / 60,0 US-Dollar gab der Korrektur noch einmal Schwung. Der Verlust der 55,0 US-Dollar rückt nun die Marke von 50,0 US-Dollar in den Fokus. Für diesen Bereich gilt auch: Fällt WTI Oil darunter, ist eine Neubewertung unerlässlich, wohingegen Erholung erst oberhalb von 55,0 US-Dollar für Entspannung sorgen würden.

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Gold mit fulminanter Erholung

Unsere letzte Kommentierung um Thema Gold überschrieben wir in der vergangenen Woche noch vergleichsweise vorsichtig mit „Gold wahrt Chance auf ein Comeback“. In den letzten Handelstagen ist Einiges, womöglich auch Entscheidendes, passiert. Unter den Edelmetallen präsentiert sich vor allem Gold derzeit in einer sehr robusten Verfassung. Mittlerweile hat die Erholung eine überaus entscheidende Phase erreicht… Für Silber gilt Ähnliches, auch wenn man hier in puncto Bewegungsdynamik noch Abstriche machen muss.

Was hat das Comeback von Gold ausgelöst? In den letzten Handelstagen kreierte sich an den Finanzmärkten eine von Unsicherheit geprägte Gemengelage. Über Monate hinweg klammerten sich die Aktienmärkte an die Hoffnung, die USA und China würden sich in dem Handelskonflikt schon irgendwie zeitnah einigen können. Diese Hoffnung schwindet zusehends. Zum einen ist dieses der Tatsache geschuldet, dass der Ton zwischen den USA und China zuletzt merklich rauer wurde. Zum anderen hat aber auch die Ankündigung Trumps, nun auch gegen Mexiko Strafzölle erheben zu wollen, die Hoffnung auf eine baldige Beilegung der globalen Handelskonflikte schwinden lassen.

Die deutliche Kurskorrektur an den Aktienmärkten belegt diese neue Erwartungshaltung. In den letzten Wochen flammten hier immer mal wieder Ängste auf. Bis vor kurzem konnte der Goldpreis davon nicht sonderlich profitieren. Dieses scheint sich nun grundlegend zu ändern. Beleg hierfür ist auch der deutliche Bestandaufbau physisch besicherter Gold-ETF, der seit einigen Handelstagen zu beobachten ist.

Der US-Dollar, der sich bis vor kurzem noch durch eine schier unerschütterlichen Stärke auszuzeichnen schien, hat Schlagseite bekommen und verlor am gestrigen Montag an den Devisenmärkten deutlich. Schwache Konjunkturdaten aus den USA setzten hier dem Greenback zu. So enttäuschte unter anderem der vielbeachtete ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe. In den nächsten Handelstagen stehen weitere, sehr relevante US-Konjunkturdaten an. Sollte sich der Eindruck der konjunkturellen Schwäche weiter manifestieren, könnte der Druck auf die US-Notenbank zunehmen. Der Ruf nach einer Zinssenkung dürfte dann lauter werden…

Die deutliche Erholung des Goldpreises hat auch aus charttechnischer Sicht nun an Relevanz gewonnen. Scheiterte der Goldpreis zuletzt noch an der 1.300 US-Dollar-Marke und verpasste es damit, über die Oberseite seiner bullischen Keilformation nachhaltig auszubrechen, holte er dieses nun eindrucksvoll nach. Zwischenzeitlich wurden bereits weitere Kaufsignale generiert. So konnte unter anderem der Widerstandsbereich um 1.310 US-Dollar geentert werden. Doch nun gilt es! Gold muss die eminent wichtige Widerstandszone um 1.325 US-Dollar knacken. Gelingt dieses, stünde eine Fortsetzung der Bewegung bis in den Bereich von 1.350 US-Dollar „eigentlich“ nichts mehr im Wege.

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Dax – Index sendet starkes Warnsignal

Ob der letzte Freitag (31.05.) eine Art Zeitenwende im Dax eingeläutet hat, muss sich erst noch zeigen. Fakt ist jedoch, dass die Handelswoche nicht viel schlechter hätte enden können. Die Warnsignale sind nicht zu übersehen und man darf gespannt sein, ob es dem Dax in der neuen Handelswoche gelingen wird, wieder Stabilität zu erlangen und die (Kurs)Erosion zu stoppen. Man darf diesbezüglich allerdings Zweifel anmelden…

Das große Thema war natürlich die Handelspolitik Trumps. Der Handelskonflikt mit China hat eine neue Ebene erreicht; auch weil China offenkundig nicht bereit ist, klein bei zu geben. Und so könnte sich die Eskalationsspirale zwischen den beiden Wirtschaftsmächten noch eine Weile weiter drehen. Lange Zeit klammerte man sich an den Aktienmärkten bekanntermaßen an die Hoffnung, dass der „Deal“ nur eine Frage der Zeit wäre. Die bereits abzusehenden Risiken aus dem Handelskonflikt wurden ausgeblendet. Nun schwindet die Hoffnung auf eine zeitnahe Einigung. Die Risiken werden nun ganz anders bewertet. Und eben diese neue Erwartungshaltung wird nun eingepreist.

Dass Mexiko nun verstärkt in den Fokus „Trump´scher Strafzollpolitik“ geraten ist, gibt dem Thema globale Handelskonflikte noch einmal eine neue Würze. Trump hatte kürzlich angekündigt, dass ab dem 10.Juni neue US-Strafzölle in Höhe von 5 Prozent gegen Mexiko gelten sollen. Damit die Maßnahme auch Wirkung zeigt, werden von Trump bereits deutliche höhere Prozentsätze in Aussicht gestellt, sollte Mexiko im Weiteren keine Maßnahmen treffen, um die illegale Einreise in die USA zu unterbinden.

Dass zudem am Freitag in den USA zum Teil enttäuschende Konjunkturdaten veröffentlicht wurden, kreierte dann eine für die Aktienmärkte heikle Gemengelage. Der schwachen Entwicklung der US-Indizes konnte sich auch der Dax am Ende des Tages nicht entziehen. Mit Blick auf die Charttechnik kann man den Handelsverlauf am Freitag als herben Rückschlag bewerten, der – sollte er nicht schleunigst korrigiert werden – weiteres Ungemach in Aussicht stellt…

Wir hatten in unseren letzten Kommentaren zum Dax wiederholt die Bedeutung der 11.830 Punkte als wichtige Unterstützung und aus unserer Sicht auch als Rahmen für das bullische Szenario thematisiert. Diese wurde nun deutlich unterschritten und um beim sprachlichen Bild zu bleiben, der Dax ist damit aus dem Rahmen (seines bullischen Szenarios) gefallen. Der Aufwärtstrend ist ebenfalls passé. Aktuell steuert der Index auf den nächsten relevanten Unterstützungsbereich von 11.500 Punkten zu. Knapp darüber verläuft zudem die 200-Tage-Linie. Unterhalb von 11.500 Punkten käme der Zone um 11.300 Punkte (Verlaufstief aus dem März) eine gewisse Relevanz als Unterstützung zu. Um aus charttechnischer Sicht noch zu retten, was zu retten ist, muss der Dax möglichst rasch über die 11.830 Punkte zurückkehren…

(DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

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Das sind die Sieger der Frühjahrsrunde!

Das war wieder eine spannende Runde. Die Teilnehmer mit den mutigsten Trades, haben das virtuelle Startkapital von 50.000 Euro in einen unglaublichen Betrag gewandelt.

Wir gratulieren den Siegern zu den grandiosen Leistungen:

1. Platz: Spiderman mit unglaublichen 9503.89%
2. Platz: Aktienhexe mit beachtlichen 1182.25%
3. Platz: Blackstar mit respektablen 1130.98%

10. Platz: Sili mit 137.92%
30. Platz: Appler mit 14.20%
40. Platz: TheMakeroni mit 3.92%
50. Platz: Platon mit 0.64%

Herzlichen Glückwunsch!

Wer es nicht auf die ersten Plätze geschafft hat, kann sich nun in der Sommer-Runde beweisen und erneut die Chance auf tolle Preise sichern.

Wir wünschen Euch viel Erfolg,
Euer FollowFin-Team

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S&P 500 – Wenn das mal gut geht!

Nach einem verlängertem Wochenende (in den USA waren am Montag die Börsen aufgrund des Memorial Days geschlossen) hat es der US-Aktienmarkt auch zu Beginn der neuen Handelswoche schwer, neues Aufwärtsmomentum zu kreieren. Ob es nun an der Feiertagslethargie oder der allgemeinen Gemengelage liegt, sei einmal dahingestellt.

Trump und seine Handelspolitik halten die globalen Aktienmärkte nicht erst seit gestern in Atem. Die Handelspolitik ist Trumps Steckenpferd und als solches will es auch von seiner Seite aus gepflegt werden; eine harte Gangart inklusive. Die Erfolge sind allerdings überschaubar. Und so heißt es bis dato im Ergebnis: schwelende Handelskonflikte mit China, der EU und auch Japan. Trump wird angetrieben vom Streben nach Erfolgen bei der Umsetzung von Handelsabkommen (oder kurz Deals). Trotz aller Bemühungen weigern sich jedoch die bisherigen Kontrahenten in den Handelsfragen, auf die US-amerikanische Linie oder vielmehr auf die „Präsidenten-Linie“ einzuschwenken. Vor allem China ziert sich, um es einmal diplomatisch zu formulieren. „Weigert sich“ ist vielleicht diesbezüglich die treffendere Formulierung. Doch nicht nur an China scheint sich der US-Präsident, derzeit die Zähne auszubeißen. Auch Japan „ziert sich“. Trumps jüngster Staatsbesuch in Japan lieferte entsprechenden Anschauungsunterricht. Während Trump mehr oder weniger offensiv versuchte, Japan in ein neues Handelsabkommen zu drängen, reagierten die Japaner ausweichend. Diejenigen, die hofften, dass der Staatsbesuch in Japan der (US-)Handelspolitik neue Impulse geben würde, wurden enttäuscht.

Richten wir unseren Fokus auf das Tagesgeschäft. In der aktuellen Handelswoche stehen eine Reihe wichtiger US-Konjunkturdaten an. Besonders spannend wird es in der zweiten Wochenhälfte. Der Donnerstag (30.05.) liefert mit den aktuellen BIP-Daten ein erstes Highlight. Am Freitag (31.05.) werden dann die Daten zum privaten Konsum in den USA, der Chicagoer Einkaufsmanagerindex und Daten zum US-Verbrauchervertrauen (Reuters / Uni Michigan) folgen. Mit Blick auf die Relevanz der Daten könnte die zweite Wochenhälfte also eine Weichenstellung im S&P 500 erzwingen.

Weichenstellung ist auch das Stichwort, wenn es darum geht, die aktuelle charttechnische Konstellation im S&P 500 zu bewerten. Im Fokus steht hierbei die Zone 2.800 / 2.820 Punkte. Seit dem Hoch zum Monatswechsel dominiert ein Intakter Abwärtstrend das Handelsgeschehen im S&P 500. Trotz aller Bemühungen gelang es dem Index nicht, neues Aufwärtsmomentum zu kreieren. Ein Bruch der 2.800er Marke würde dem S&P 500 einen herben Dämpfer verpassen und eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung in Richtung 2.740 Punkte bzw. 2.700 Punkte offerieren. Auf der Oberseite würde hingegen ein Ausbruch über 2.855 Punkte für erste Entlastung sorgen.

 (S&P 500® ist eine eingetragene Marke von Standard & Poor‘s Financial Services, LLC)

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Markttrend: Dax mit einem robusten Wochenstart

Der deutsche Aktienmarkt musste die neue Handelswoche zunächst ohne die Unterstützung und die Führung der US-Indizes beginnen. In den USA wurde am gestrigen Montag (27.05.) der Memorial Day begangen. Folglich blieben die US-Börsen geschlossen. Zwar startete die Handelswoche für den deutschen Aktienmarkt damit ruhiger, doch es gab dennoch diverse Gesprächsthemen und auch das eine oder andere Ereignis musste noch in die Kurse eingearbeitet werden.

Ganz oben auf der Agenda stand der Ausgang der Europawahl vom Wochenende. So quittierte beispielsweise der Dax den Wahlausgang mit leichten Zugewinnen und das obwohl die politische Arbeit in der EU aufgrund der neuen Mehrheitsverhältnisse nicht einfacher werden dürfte.

Im Zuge dieser leichten Zugewinne zu Wochenbeginn gelang es dem Dax, sich oberhalb der 12.000er Marke zu stabilisieren und sich bereits ein wenig von ihr zu lösen. Das Ganze ist unter charttechnischen Aspekten allerdings noch mit Vorsicht zu genießen, doch dazu später mehr.

In den nächsten Tagen stehen noch einige wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda. Für den deutschen Aktienmarkt wurde es bereits am heutigen Dienstag (28.05.) mit den aktuellen GfK-Daten zum Verbrauchervertrauen spannend. Diese kamen leicht unterhalb der Erwartungen herein. „Verbrauchervertrauen“ ist aber auch die Überschrift, unter der der heutige Handelstag insgesamt stehen könnte, denn auch auf europäischer Ebene gibt es diverse Daten zum Verbrauchervertrauen. Und schließlich legt in den USA das Forschungsinstitut Conference Board aktuelle Daten zum US-Verbrauchervertrauen vor.

Am Mittwoch wartet dann der deutsche Arbeitsmarktbericht auf seine Veröffentlichung und am Freitag stehen die deutschen Einzelhandelsumsätze und Verbraucherpreise an. Das Scheinwerferlicht ist jedoch auf die US-Daten der Woche gerichtet. Vor allem in der zweiten Wochenhälfte dürfte es hoch her gehen. Am Donnerstag (30.05.) werden in den USA u.a. aktuelle BIP-Daten veröffentlicht. Am Freitag (31.05.) beschließen Daten zum privaten Konsum in den USA, der Chicagoer Einkaufsmanagerindex und Daten zum US-Verbrauchervertrauen (Reuters / Uni Michigan) eine durchaus spannende Handelswoche.

Aus charttechnischer Sicht kann das Motto der Woche für den Dax nur heißen: „Oberhalb von 12.000 Punkten bleiben!“ Das Abwärtspotential scheint trotz einiger Warnsignale (aktuell zumindest) begrenzt zu sein. Vor allem die nach wie vor zur Verfügung stehende Liquidität dürfte dafür sorgen, dass es Korrekturbewegungen weiterhin schwer haben, sich deutlich auszudehnen. Die 11.830 Punkte haben vor diesem Hintergrund eine entscheidende Bedeutung; darunter sollte es nicht gehen. Der intakte Aufwärtstrendkanal verschafft den Bullen in der aktuellen Gemengelage einen weiteren Vorteil. Doch erst der Ausbruch über das letzte Verlaufshoch bei 12.430 Punkten würde hier für klare Verhältnisse sorgen.

 (DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

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Gold wahrt die Chance auf ein Comeback

Gold, Silber und Co. wirken noch immer angeschlagen. Die einzelnen Edelmetalle sind zwar um Stabilität bemüht, doch nach oben hin geht (noch) nicht sonderlich viel. Das Aufwärtspotential scheint in der aktuellen Situation offenkundig begrenzt zu sein.

Schauen wir uns die aktuelle Lage bei Gold an. Ein positives Fazit aus den letzten Handelstagen zu ziehen, fällt schwer. Einzig der Umstand, dass es Gold erspart blieb, neue Verlaufstiefs ausbilden zu müssen und so auch noch charttechnisch in Bedrängnis zu kommen, wäre hier zu erwähnen. Eine kräftige Erholung zeichnet sich bei Gold nach wie vor nicht ab.

Die vergleichsweise robuste Verfassung der Greenbacks an den Devisenmärkten gilt es, ins Feld zu führen, wenn es darum geht, Belastungsfaktoren für den Goldpreis zu benennen. Die Stärke des US-Dollars limitiert Gold. In der letzten Woche standen mit der Veröffentlichung des Protokolls (erfolgte Mittwoch, 22.05.) von der FOMC-Sitzung vom 30.04. / 01.05. und diversen US-Konjunkturdaten einige wichtige Termine für den US-Dollar und somit auch zwangsläufig für Gold an. Das FOMC-Sitzungsprotokoll nährte nicht unbedingt die Aussicht auf eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank. Das stützte wiederum den US-Dollar. Allerdings gab es unter den veröffentlichten Konjunkturdaten einige Enttäuschungen hinzunehmen. Der Markit PMI für Dienstleistungen und der Markit PMI für den Produktionssektor lagen am Donnerstag (23.05.) unter den Erwartungen. Die nicht minder wichtigen Daten zu den Auftragseingängen langlebiger Güter vom Freitag schlugen dann in die gleiche Kerbe. Die schwachen US-Konjunkturdaten drängten den US-Dollar zunächst ein wenig in die Defensive, was wiederum dem Goldpreis die Gelegenheit gab, noch einmal durchzuatmen.

Von einer nachhaltigen Entlastung ist der Goldpreis derzeit aber noch weit entfernt. Wir hatten des Öfteren an dieser Stelle bereits unsere Auffassung thematisiert, dass eine durchgreifende Erholung des Goldpreises erst in Verbindung mit deutlich anziehenden Beständen physisch besicherter Gold-ETF einhergehen kann. Dieses würde auf ein Umdenken der Marktteilnehmer in Sachen Risikoaversion hindeuten. Doch bislang sind allenfalls Bodenbildungsversuche bei den Beständen auszumachen. Auch ein Blick auf die Saisonalität lässt keine baldigen positiven Impulse für den Goldpreis erwarten. Um es kurz zu machen: Derzeit ist unter saisonalen Aspekten Sauregurkenzeit für Gold und diese Phase könnte sich noch über einige Wochen hinziehen…

Aus charttechnischer Sicht konnte zuletzt weiteres Ungemach abgewendet werden. Die 1.265 US-Dollar haben gehalten. Doch noch immer dominieren Abwärtstrends das Handelsgeschehen. Erst ein Ausbruch über die 1.300 US-Dollar würde hier für Entlastung sorgen und könnte gleichzeitig die Tür zu einem Comeback für Gold weit aufstoßen.

 


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Dax – Brechen jetzt alle Dämme?

Die erste Korrekturwelle, die über den Dax zu Monatsbeginn hereinbrach, überstand er noch vergleichsweise gut und brachte das Aufbegehren der „Bären“ im Bereich von 11.830 Punkten zum Stehen. Der Aufwärtstrend der vorangegangenen Wochen und Monate blieb damit intakt. Es folgte eine Erholung, die den Dax noch einmal bis in den Bereich von 12.300 Punkten und damit dicht an das vorherige Verlaufshoch führte. So weit, so gut. Doch nun könnte neues Ungemach drohen…

Die aktuelle Handelswoche begann mit kräftigen Abschlägen im Dax. Im Fokus der Marktteilnehmer stand einmal mehr die geopolitische Situation. US-Präsident Trump hatte über das Wochenende wieder einmal Politik per Kurznachrichtendienst gemacht und hierbei den Iran attackiert. Nicht wenige fühlen sich an die Nordkorea-Politik des US-Präsidenten erinnert. Damals hatte Trump permanent Nordkorea attackiert und über Kursnachrichtendienst Drohungen kolportiert. Nun wendet der US-Präsident offenkundig eine ähnliche Strategie in Bezug auf den Iran an. Man kann nur hoffen, dass sich das Ganze wieder etwas beruhigt, denn sieht man einmal davon ab, dass der Iran ungleich größer als Nordkorea ist und nicht ansatzweise so politisch isoliert wirkt, dann bleibt noch die schlichte Tatsache, dass der Iran geografisch inmitten eines geopolitischen Pulverfasses liegt. Eine weitere Eskalation in der eh schon angespannten Lage bzw. Region wäre wohl keiner Seite zuträglich.

Politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine und insofern darf man gespannt sein, wie lange das Thema die Aktienmärkte noch beschäftigen wird. Immer unter der Maßgabe, dass es im Iran-Konflikt zu keiner weiteren Eskalation kommt, dürfte sich der Staub unserer Einschätzung nach schnell wieder legen. Der Umstand, dass der Goldpreis von den aktuellen geopolitischen Entwicklungen (noch) nicht profitieren konnte, ist ein weiteres Indiz für unsere Annahme sein.

Schauen wir noch auf die aktuellen Konjunkturdaten, die aus deutscher Sicht in dieser Woche relevant sind. Vor allem am Donnerstag (23.05.) wird es wichtig. Neben den aktuellen BIP-Daten aus Deutschland stehen zudem die wichtigen deutschen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und für den Dienstleistungssektor an. Der Tag erlangt mit aktuellen ifo-Daten weitere Relevanz.

Aus charttechnischer Sicht ist der Sachverhalt klar. Im Idealfall halten die 12.000 Punkte als Unterstützung. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Bereich des letzten Verlaufstiefs bei 11.830 Punkten erfahren. Sollte dieses unterschritten werden, wäre das ein deutliches Warnsignal. Um die eingangs gestellte Frage noch einmal aufzugreifen: Aufgrund diverser geopolitischer und handelspolitischer Konfliktherde ist eine Ausdehnung der Korrektur natürlich nicht auszuschließen. Eine nachhaltige Ausweitung könnte aber von der nach wie vor bereitstehenden Liquidität verhindert bzw. eingedämmt werden. Aus unserer Sicht gilt es, den Goldpreis (als Angstbarometer) im Auge zu behalten. Die Befindlichkeiten der Marktakteure lassen sich hier gut ablesen… Mit anderen Worten: Ein deutlich anziehender Goldpreis wäre als weiteres Warnsignal zu betrachten.

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Gold mit Rückschlag, Silber in der Bredouille

Dem Edelmetallsektor fällt es in diesen Tagen schwer, eine nachhaltige Erholung zu initiieren. Bisherige Versuche, eine Gegenbewegung zu installieren, kreierten kein Aufwärtsmomentum und verliefen am Ende im Sande. Maßgeblichen Anteil an der aktuellen Entwicklung hat die wieder deutlich robustere Verfassung des US-Dollars, der nach einer leichten Schwächephase, die den Edelmetallen ja durchaus temporär förderlich war, in die Erfolgsspur zurückgekehrt ist.

Vor einer Woche thematisierten wir an dieser Stelle die Situation bei Gold, das zum damaligen Zeitpunkt an der Schwelle zu einer Erholung stand. Doch es kam, wie es kommen musste. Das Edelmetall verpasste es, die entscheidende Weichenstellung zu vollziehen, den entscheidenden Schritt zu machen und die 1.300 US-Dollar zurückzuerobern. Kurzzeitig sah es zwar so aus, als ob es Gold gelingen könnte, den Abwärtstrend aufzubrechen, doch letztendlich fiel der Preis wieder in diesen zurück. Unterm Strich bestätigte dieser gescheiterte Versuch den dominierenden Abwärtstrend einmal mehr.

Vor dem Hintergrund des starken US-Dollars fehlt den Edelmetallen schlichtweg die Luft zum Atmen. Der Greenback hält den Sektor wenn man so will im Würgegriff. Die US-Konjunkturdaten der letzten Handelswoche offenbarten erneut Licht (u.a. Philly-Fed-Herstellungsindex, Verbrauchervertrauen) und Schatten (u.a. Einzelhandelsumsätze, Industrieproduktion). Vor allem die am vergangenen Freitag veröffentlichten Daten zum US-Verbrauchervertrauen, die überraschend stark ausfielen, stütz(t)en den Greenback. In der neuen Handelswoche stehen ebenfalls einige wichtige Termine an, aber vor allem der kommende Mittwoch (22.05.) mit der Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolls und der Freitag (24.05.) mit den Auftragseingängen langlebiger Güter dürften am Markt besondere Beachtung finden.

An der charttechnischen Konstellation bei Gold hat sich in den letzten Tagen nicht sonderlich viel geändert. Auf der Oberseite limitieren die 1.290 US-Dollar / 1.300 US-Dollar. Die Relevanz dieser Zone hat sich zuletzt noch einmal deutlich erhöht. Auf der Unterseite bleiben die 1.265 US-Dollar und der in diesem Bereich ausgebildete kleine Doppelboden das Maß der Dinge und sollten nicht mehr unterschritten werden. Inwiefern das Fehlsignal aus dem gescheiterten Ausbruchsversuch dem Markt noch nachhängen wird, muss sich nun zeigen.

Schauen wir noch kurz auf die aktuelle Lage des „kleinen Bruders“. Bei Silber sieht der Sachverhalt ähnlich aus. Allerdings scheint Silber derzeit in einer etwas schwächeren technischen Verfassung zu sein. Im Chart des Edelmetalls dominieren die Verkaufssignale. Der Verlust der 15,0 US-Dollar (inkl. bärisches Kreuzen der 200-Tage-Linie), das Unterschreiten der 14,75 US-Dollar und 14,50 US-Dollar bringen das Edelmetall aus charttechnischer Sicht in Bedrängnis. Vor allem der Rutsch unter die 14,75 US-Dollar und damit der Wiedereintritt in die ehemalige Handelsspanne (orange dargestellt) offerieren nun die Fortsetzung der Schwäche und einen Test der Unterseite der Range (14,00 US-Dollar).

 


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