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US-Dollar gegen Yen unter Druck

Die Finanzmärkte sind zuletzt in ziemlich unruhiges Fahrwasser geraten. Die Volatilität nahm in den vergangenen Handelstagen und –wochen auch am Devisenmarkt spürbar zu. Ob nun wieder etwas Ruhe einkehren wird, bleibt abzuwarten, muss mit Blick auf die aktuelle Gemengelage aber bezweifelt werden.

Aus unserer Sicht gehört USD / JPY aktuell zu den interessantesten Währungspaaren. Während die US-Dollar-Seite vor allem von Spekulationen über die (kurzfristige) Zinspolitik der US-Notenbank bestimmt wird, steht der Yen auch unter dem Einfluss von Emotionen. In turbulenten Börsenzeiten gewinnt der Yen als sicherer Hafen zunehmend an Bedeutung. Insofern ist es mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen auch kein Wunder, dass es in den letzten Handelstagen vor allem bei USD / JPY sehr volatil zuging. Als am Freitag (23.08.) der Handelskonflikt zwischen den USA und China eine neue Eskalationsstufe erreicht hatte, setzte diese Entwicklung vor allem dem Greenback zu, der gegen den Yen in die Knie ging. Zuvor staute sich über eine vergleichsweise enge Seitwärtsbewegung (106,2 / 106,7 JPY, orange dargestellt) Bewegungspotential auf, das sich nun mit dem Freitag als Auslöser Bahn brach.

Der US-Dollar fiel rasch aus der engen Handelsspanne heraus. Das vorherige Bewegungstief bei 105,0 JPY wurde ebenfalls temporär unterschritten, was eine weitere Schwächung des Greenbacks unter charttechnischen Aspekten darstellte. Im Bereich von 104,5 JPY setzte schließlich ein Erholungsversuch ein. Die Lage im Handelskonflikt hatte sich vermeintlich wieder etwas beruhigt, nachdem Trump neue Gespräche mit den Chinesen in Aussicht stellte. Unterm Strich schaffte es die Erholung aber bislang nicht, die entscheidenden Akzente zu setzen und den Bereich 106,7 JPY bzw. 107,2 JPY zurückzuerobern. Und so könnte es bald wieder für den Greenback prekär werden, denn der Erholung geht offenkundig wieder die Luft aus, sodass der US-Dollar aktuell wieder Gefahr läuft, noch einmal in den Bereich 105,0 / 104,5 JPY abtauchen zu müssen. Eine Entspannung sehen wir aus charttechnischer Sicht erst, sollte es dem US-Dollar gelingen, die 107,2 JPY zurückzuerobern.

Neben den weiteren Entwicklungen im Handelsstreit gilt es aber auch, die anstehenden japanischen und US-amerikanischen Konjunktur- und Preisdaten im Auge zu behalten. Insbesondere verspricht die zweite Hälfte der Handelswoche hier Spannung. Während bereits am Donnerstag (29.08.) in den USA aktuelle BIP-Daten und nicht minder wichtige Daten zum privaten Konsum auf der Agenda stehen, wird es am Freitag (30.08.) schließlich in Japan spannend. Neben Daten zur japanischen Industrieproduktion und zu den Einzelhandelsumsätzen werden auch die Verbraucherpreise für den Großraum Tokio veröffentlicht. In den USA werden am Freitag u.a. der Chicagoer Einkaufsmanagerindex und frische Daten zum US-Verbrauchervertrauen (Reuters/Uni Michigan) erwartet.

Haftungsausschluss/Disclaimer

Die hier angebotenen Artikel dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals und – je nach Art des Investments – sogar zu darüber hinausgehenden Verpflichtungen, bspw. Nachschusspflichten, führen können. Die Informationen ersetzen keine auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen.FollowFin.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinerlei Einfluss. FollowFin.de hat bis zur Veröffentlichung der Artikel keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand der Artikel. Die Veröffentlichungen erfolgen durch externe Autoren bzw. Datenlieferanten. Infolgedessen können die Inhalte der Artikel auch nicht von Anlageinteressen von FollowFin.de und / oder seinen Mitarbeitern oder Organen bestimmt sein.

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DAX – Mit schwerer Hypothek in die neue Woche

Der Ausklang der letzten Handelswoche wirbelte noch einmal ordentlich Staub auf. Und um beim sprachlichen Bild zu bleiben: Es wird wohl auch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, bis sich dieser Staub setzen wird.

Zur Ausgangslage: Die Finanzmärkte fieberten am Freitag (23.08.) eigentlich der Rede des FED-Präsidenten Jerome Powell auf dem Symposium der Notenbanker in Jackson Hole entgegen. Doch diese Rede geriet angesichts der sich überschlagenden Entwicklungen rasch zur Nebensache. China holte im Handelskonflikt mit den USA zum Gegenschlag aus und belegte diverse Warengruppen mit Zöllen. Das brachte den US-Präsidenten so richtig in Rage, sodass dieser wiederum Gegenmaßnahmen auf die chinesische Zölle ankündigte. Der eskalierende Handelskonflikt schürte die Unsicherheiten an den Märkten und schickte die Aktienindizes auf Talfahrt. Doch US-Präsident Trump beließ es nicht dabei und feuerte noch eine verbale Breitseite in Richtung des FED-Präsidenten Powell.

Mit dieser schweren Hypothek gehen Dax & Co. nun in die neue Woche. Es wird womöglich eine Weile dauern, bis diese Entwicklungen verarbeitet werden können, aber der erste Gewinner der aktuellen Zuspitzung ließ sich bereits am Freitag ausmachen, denn Gold legte deutlich zu und profitierte von der um sich greifenden Verunsicherung.

Taumelnde Aktienmärkte am Freitag (23.08.) und ein haussierender Goldpreis bilden nun die Ausgangslage für den Auftakt zur neuen Handelswoche. Vieles wird unserer Meinung nach vom Start abhängen. Können die Indizes den Rückschlag vom Freitag recht schnell verkraften und zügig zur Tagesordnung übergehen oder ist hier etwas in Bewegung geraten, was die Marktteilnehmer noch auf Wochen hinaus beschäftigen könnte?

In der neuen Handelswoche stehen dies- und jenseits des Atlantiks zahlreiche relevante Konjunkturdaten an. Bleiben wir bei der Betrachtung auf „unserer“ Seite. Noch heute (Montag, 26.08.) stehen die aktuellen ifo-Daten an. Am Dienstag (27.08.) gibt es frische BIP-Daten, ehe am Mittwoch Daten zum GfK-Verbrauchervertrauen folgen werden.

Aus charttechnischer Sicht gelang es dem Index bereits zuletzt nicht, für klarere Verhältnisse auf der Oberseite zu sorgen. Er scheiterte mehrfach am Widerstand bei 11.850 Punkten, sodass auch ein Test der 12.000er Marke zuletzt ausblieb. Mit dem Rückschlag vom Freitag stehen nun erneut die 200-Tage-Linie sowie der Supportbereich um 11.500 Punkte im Feuer. Geht es darunter, muss mit einer Ausdehnung der Bewegung auf 11.000 Punkte gerechnet werden. Sollte es (wider Erwarten) kurzfristig zu einer Rückeroberung der 11.850er Widerstandsmarke (idealerweise der 12.000er Marke) kommen, würde sich die charttechnische Lage für den Dax deutlich entspannen.

(DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

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Stehen Brent C.O. und WTI Oil vor einem neuem Aufwärtsimpuls?

Nach den zurückliegenden Turbulenzen haben sich die Finanzmärkte wieder etwas beruhigt und auch der Ölmarkt selbst präsentierte sich zuletzt stabiler. Ob die Korrektur den Boden für einen erneuten Aufwärtsimpuls bei den Ölpreisen bereitet hat, bleibt allerdings abzuwarten, doch auszuschließen ist dieses Szenario nicht.

Schauen wir uns zunächst die fundamentalen Rahmenbedingungen an. Diesbezüglich waren gestern die frischen Daten der Energy Information Administration (EIA) für die Woche zum 16.08. von Interesse. Den Angaben der EIA zufolge sind die US-Rohöllagerbestände im Berichtszeitraum um knapp 2,7 Mio. Barrel auf insgesamt 437,8 Mio. Barrel gesunken. Der Markt hatte im Vorfeld ebenfalls einen Bestandsabbau erwartet, doch nicht in diesem Ausmaß. Nachdem für die Vorwoche noch ein überraschender Bestandsaufbau vermeldet worden war und die Ölpreise daraufhin „enttäuscht“ reagierten, konnten die aktuellen Daten nun (zur Abwechslung) überzeugen. Die EIA gab die US-Rohölproduktion für die Woche zum 16.08. mit 12,3 Mio. bpd (barrels per day) und damit im Vergleich zur Vorwoche unverändert an. Somit bewegt sich die Ölproduktion nach wie vor auf hohem Niveau, ohne jedoch neue Rekorde zu markieren. Das bisherige Jahreshoch notiert aus der Woche zum 31.05.2019 mit 12,4 Mio. bpd. Ein Blick in die jüngere Vergangenheit verdeutlicht aber noch einmal, wie vital die US-Förderindustrie derzeit ist. So bewegte sich die Produktion vor einem Jahr (also im August 2018) auf einem Niveau von „nur“ 11,0 Mio. bpd.

Das Thema Geopolitik spielt unverändert eine große Rolle. Im Zuge des „Tanker-Streits“ zwischen den USA und dem Iran hat kürzlich der iranische Präsident Ruhani noch einmal die Drohung seitens Teherans bekräftigt, die wichtigen Exportrouten für Öl im Persischen Golf dicht machen zu wollen, sollte sich die Situation zwischen den beiden Ländern weiter zuspitzen. Schauen wir auf die aktuellen charttechnischen Konstellationen bei Brent C.O. und WTI Oil.

Brent C.O. drohte nach dem Bruch der wichtigen Unterstützung von 60,0 US-Dollar der Durchmarsch in Richtung des Dezember-Tiefs bei 51,5 US-Dollar. Doch bereits im Bereich von 56,0 US-Dollar setzte eine Gegenbewegung ein, die den Ölpreis wieder in Richtung 60,0 US-Dollar führte. Um eine nachhaltige Entspannung herbeizuführen, muss Brent C.O. die 62,5 US-Dollar zurückerobern. Alles andere wäre der berühmt-berüchtigte Sturm im Wasserglas… Risiken lauern nach wie vor auf der Unterseite. Die Ausbildung neuer Tiefs unterhalb von 56,0 US-Dollar gilt es daher unbedingt zu vermeiden.

Die Situation bei WTI Oil ist ähnlich. Auch hier ist eine Erholung zu beobachten, die aber bis dato Durchschlagskraft vermissen lässt. Aktuell steht die 200-Tage-Linie im Fokus, die zusammen mit dem Horizontalwiderstand bei 55,0 US-Dollar ein veritables Widerstandscluster bildet. Kurzum: Um das Chartbild zu klären, muss WTI Oil über die 57,5 US-Dollar oder noch besser über die 60,0 US-Dollar laufen. So lange dieses nicht der Fall ist, bleibt der Bereich 51,3 / 50,0 US-Dollar gefährdet.

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DAX – Erst einmal (etwas) durchatmen!

Nach den jüngsten Turbulenzen konnte der Dax zuletzt wieder etwas durchatmen. Die Belastungsfaktoren haben sich dabei noch keineswegs in Rauch aufgelöst. Das Damoklesschwert einer nächsten und womöglich dann noch heftigeren Korrekturwelle schwebt unserer Meinung nach weiterhin immer über dem Index. Es sollte überraschen, wenn es das in Sachen Korrektur schon gewesen sein sollte.

Die zahlreichen Auslöser und Katalysatoren der Korrektur hatten wir bereits in den zurückliegenden Kommentaren thematisiert. Richten wir unseren Fokus nun auf mögliche Szenarien, wie es in den nächsten Handelstagen und –wochen mit dem Dax weitergehen könnte…

Es sollte aus unserer Sicht nicht sonderlich überraschen, wenn sich in der nächsten Zeit dynamische Bewegungen die Klinke in die Hand geben und der Handelsverlauf von schnellen Richtungswechseln geprägt werden sollte. Die Stimmung ist ob der zahlreichen Brandherde nervös. So schnell dürfte hier keine Ruhe einkehren.

Vor allem das Hin und Her im Handelskonflikt zwischen den USA und China sorgt für Unruhe. Mitunter änderten zuletzt wenige Zeichen via Kurznachrichtendienst die Lage grundlegend. So sind die Märkte zwischen Optimismus und Pessimismus hin- und hergerissen. Dass nun mit der Situation in Hongkong auch noch ein politischer Aspekt mit in die Thematik hineinspielt, macht die Sache nicht einfacher. Und Unsicherheit ist nicht unbedingt das, was Aktienmärkte mögen.  Eine rasche Lösung scheint im Handelskonflikt kaum möglich zu sein und so steht zu befürchten, dass das Thema die Märkte noch eine längere Zeit in Atem halten wird.

Nachdem die US-Notenbank auf ihrer Juli-Sitzung die hohen Erwartungen der Märkte und des US-Präsidenten nicht ganz erfüllen konnte oder wollte, richten sich die Blicke bereits auf die nächste Sitzung des FOMC am 17.09. und 18.09. Liefert die FED dann? Bis dahin gibt es noch ein paar wichtige Termine. Neben wichtigen Preis- und Konjunkturdaten gilt es auch, die Veröffentlichung der Protokolle der Juli-Sitzung des FOMC der FED zu beachten. Diese werden am morgigen Mittwoch (21.08.) veröffentlicht.

Kurzum: Die erste Korrekturwelle hat der Index zwar überstanden, doch um dem Index bereits eine neue Stabilität zu attestieren, ist es aus unserer Sicht noch zu früh.  Hier gilt es, die nächsten Tage abzuwarten. Aus charttechnischer Sicht war der Bruch der 11.500er Marke ein Rückschlag. Dass sich der Index vergleichsweise rasch wieder darüber zurückkämpfen konnte und nicht in Richtung 11.000 Punkte abtauchte, ist wiederum positiv zu bewerten. Dennoch bleibt es dabei: Erst Erholungsbewegungen, die sich über die 12.000er Marke entwickeln können, erlangen Relevanz.

 (DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

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Auf und Ab an den Devisenmärkten

Devissen, Forx, EUR/Dollar, EUR/USD

Die letzten Handelstage hatten es wahrlich in sich. Die Fülle geopolitischer und handelspolitischer Konflikte führte an den Finanzmärkten im Allgemeinen und an den Devisenmärkten im Speziellen zu großen Verwerfungen.

Zu den Währungspaaren, die aufgrund ihrer Bedeutung im Fokus des Interesses stehen, gehört ohne Zweifel USD / JPY. Wir möchten noch einmal an unsere letzte Kommentierung zu USD / JPY vom 08.08. dieses Jahres anknüpfen. Zum damaligen Zeitpunkt nahm die Korrektur des US-Dollars gegen den Yen noch einmal Fahrt auf. Der Greenback durchbrach die eminent wichtige Unterstützung bei 107,2 JPY. Die 105,0 JPY aktivierten sich daraufhin als potentielles Bewegungsziel. Zwischenzeitlich wurde dieses Bewegungsziel (punktgenau) abgearbeitet, worauf zunächst eine Erholung im US-Dollar einsetzte. Das von uns damals skizzierte Worst-Case-Szenario mit der möglichen Ausdehnung der Korrektur bis auf 100,0 JPY ist damit aber noch nicht vom Tisch. Temporär hat sich die Lage (aus Sicht des US-Dollars) zwar beruhigt, doch von Entwarnung kann noch nicht gesprochen werden.

Dass es dem US-Dollar vor dem Hintergrund der ganzen belastenden Themen gelang, in der zweiten Hälfte der letzten Woche wieder Boden unter die Füße zu bekommen, lag vor allem an den vergleichsweise robusten US-Konjunkturdaten – insbesondere denen vom vergangenen Donnerstag (15.08.). So überraschten sowohl die aktuellen Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen als auch der Philadelphia-Fed-Herstellungsindex positiv. Es war allerdings nicht alles Gold, was da glänzte, denn am Freitag (16.08.) enttäuschte dann das US-Verbrauchervertrauen (Reuters/Uni Michigan).

Aus charttechnischer Sicht sind die beiden relevanten Marken deutlich auszumachen. Das markante Tief bei 105,0 JPY gilt es nun für den US-Dollar zu verteidigen. Ein Rutsch unter diese Marke sollte tunlichst vermieden werden, denn anderenfalls würde sich aus unserer Sicht die bereits thematisierte Zone um 100,0 JPY als potentieller Zielbereich aktivieren. Auf der Oberseite bleiben die 107,2 JPY das Maß der Dinge. Dieser Widerstandsbereich muss übersprungen werden, um eine erste Entspannung herbeizuführen.

Kommen wir auf GBP  /USD. Seit kurzer Zeit führt Boris Johnson das Vereinigte Königreich als Premierminister und steuert es damit wohl auf einen ungeregelten Brexit zu. Das Pfund kannte während dieser Phase an den Devisenmärkten nur eine Richtung; nämlich abwärts. Die Talfahrt gegen den US-Dollar zeigt sich deutlich im unteren 3-Jahres-Chart auf Wochenbasis. Nach dem Verlust der massiven Unterstützungszone 1,275 / 1,250 US-Dollar kam es, wie es kommen musste. Die Korrektur brach sich weiter Bahn. Zwischenzeitlich fiel das Britische Pfund auf 1,20 US-Dollar zurück. Die Relevanz der Zone lässt sich unschwer im Chart erkennen. Sollte es unter die 1,20 US-Dollar gehen, muss eine Neubewertung erfolgen. Eine nachhaltige Entspannung ist aus Sicht für das Pfunds erst oberhalb von 1,25 / 1,275 US-Dollar zu erwarten.

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Ölpreise mit wechselvoller Handelswoche

Der Ölmarkt durchlebte eine bis dato wechselvolle Handelswoche. Die Preise von Brent C.O. und WTI Oil gingen hoch und runter. Die aktuelle Gemengelage ist überaus diffizil. Es hat sich in den letzten Handelstagen einiges über dem Ölsektor zusammengebraut.

Das erste Highlight einer überaus turbulenten Handelswoche lieferte der Dienstag (13.08.). US-Präsident Trump gab bekannt, die eigentlich für Anfang September geplante Einführung neuer Strafzölle auf einige chinesische Waren noch einmal verschieben zu wollen. Die Finanzmärkte bewerteten dieses als Zeichen der Entspannung. Die Reaktion am Ölmarkt fiel deutlich aus. Die vermeintlichen Signale einer Entspannung  wurden in steigende Ölpreise umgemünzt.  Unabhängig davon, dass die überraschende Kehrtwende Trumps seine Position in den nächsten Verhandlungen mit China (so sie denn kommen) durchaus schwächen könnte, verpuffte die Maßnahme in ihrer Wirkung auf die Finanzmärkte. Es wurde bereits kurze Zeit später deutlich, dass es hier so schnell wohl keine Fortschritte in den Gesprächen der beiden Parteien geben wird. Die Fronten scheinen auch nach dem Signal aus Washington unverändert verhärtet zu sein.

Die Ölpreise litten zudem unter schwachen chinesischen Konjunkturdaten und der in den USA am Mittwoch (14.08.) aufgeflammten Rezessionsangst, denn am Mittwoch sank die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen unter die Rendite der zweijährigen Staatsanleihen. Mittlerweile hat sich die Lage wieder etwas „normalisiert“, doch das Ereignis als solches wird in Bezug auf eine möglicherweise heraufziehende Rezession in den USA als Warnsignal bewertet.

In das für Ölpreise schwache Marktumfeld passten dann auch die aktuellen Daten der Energy Information Administration (EIA) für die Woche zum 09.08. Nachdem es in der Woche zum 02.08. einen Aufbau der Ölbestände zu verzeichnen gab, rechneten die Marktteilnehmer im Vorfeld für die Woche zum 09.08. mit rückläufigen Ölbeständen. Doch sie wurden auf dem falschen Fuß erwischt. Die Bestände legten um knapp 1,6 Mio. Barrel auf 440,5 Mio. Barrel zu. Die US-Rohölproduktion verpasste allerdings einen neuen Jahresrekord (dieser wurde mit 12,4 Mio. bpd in der Woche zum 31.05. aufgestellt) und lag in der Woche zum 09.08. mit 12,3 Mio. bpd auf dem Niveau der Vorwoche.

An der charttechnischen Gesamtlage von WTI Oil hat sich zuletzt nicht sonderlich viel verändert. Der Preis notiert nach dem Zwischenhoch vom Dienstag wieder im Bereich der wichtigen Marke von 55,0 US-Dollar. Aus unserer Sicht ist ein erneuter Test der Zone 51,3 / 50,0 US-Dollar noch nicht vom Tisch.

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Land unter im S&P 500

Der gestrige Mittwoch war für die Aktienmärkte ein gebrauchter Tag und das ist noch wohlwollend formuliert, denn es kam im weiteren Tagesverlauf vor allem im US-Handel dann knüppeldick. Wer noch eines (dezenten) Hinweises bedurfte, dass die Aktienmärkte vor einer heißen Phase stehen könnten, bekam diesen gestern exklusiv geliefert.

Wir hätten die heutige (15.08.) Kommentierung auch gut und gern mit „Alles für die Katz‘ “ überschreiben können, denn die Kursgewinne vom Dienstag, die durch eine vermeintliche Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China initiiert wurden, lösten sich gestern in Luft auf. Die deutlichen Kursverluste vom Mittwoch könnten zudem Vorboten einer kräftigen Korrektur sein. Dieses sollte man nicht ausblenden, dennoch gilt es natürlich in erster Linie, Ruhe zu bewahren und die aktuelle Situation mit Bedacht einzuschätzen.

Die nüchternen Zahlen von gestern. Der S&P 500 verlor fast 3 Prozent oder knapp 86 Punkte. Auch wenn die Verluste in Punkten ausgedrückt vergleichsweise bedrohlich wirken sollten, so sind sie prozentual durchaus noch im Rahmen. Da gab es schon ganz andere Handelstage… Aber wie gesagt, es könnte sich bei den gestrigen Verlusten auch um Vorboten einer Korrektur handeln.

Gestern baute sich eine beachtliche Drohkulisse auf. Die enttäuschenden deutschen und vor allem chinesischen Konjunkturdaten wurden noch vergleichsweise gut weggesteckt; auch wenn sie die (globalen) Konjunktursorgen weiter befeuerten. Die Hoffnungen der Marktteilnehmer auf neue Bewegung im Handelsstreit zwischen den USA und China bekamen dann allerdings von US-Seite in Person des US-Handelsministers Ross einen Dämpfer verpasst. Am Dienstag klammerten sich die Aktienmärkte noch an die vermeintliche Entspannung im Handelskonflikt. Trump hatte die Einführung neuer Strafzölle, die eigentlich ab September gelten sollten, verschoben. Nun also der Dämpfer. Doch damit nicht genug. Die Entwicklung am US-Anleihemarkt trieb den Anlegern dann endgültig die Schweißperlen auf die Stirn, denn hier waren die Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen niedriger als die Rendite der zweijährigen. Dieser Verlauf wird als ein wichtiges Warnsignal in Bezug auf eine möglicherweise heraufziehende Rezession in den USA bewertet.

Neben der Gemengelage mit ihren geopolitischen und wirtschaftlichen Brandherden kommt nun auch noch ein Aspekt hinzu, der nicht unerwähnt bleiben sollte. Ein baldiges Korrekturszenario würde durchaus ins saisonale Muster passen. Vor allem die Monate September und Oktober gelten nicht unbedingt als die lauschigsten Börsenmonate… Wir hatten aus charttechnischer Sicht in zurückliegenden Kommentaren immer wieder die Zone 2.800 Punkte als wichtige Unterstützung thematisiert. Es sieht ganz danach aus, dass sie ihre Relevanz in Kürze unter Beweis stellen muss. Aktuell (per Schlusskurs 14.08.) notiert der S&P 500 bei 2.840 Punkten. Sollte es unter die 2.800er Marke gehen, würde mit der Zone um 2.730 Punkte (Juni-Tief) eine weitere wichtige Unterstützung warten. Eine rasche Rückkehr über die 2.900er Marke würde dem S&P 500 immerhin eine Atempause ermöglichen.

(S&P 500® ist eine eingetragene Marke von Standard & Poor‘s Financial Services, LLC)

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DAX – Lage bleibt angespannt

Ob der gestrige Handelstag (Dienstag, 13.08.) den Start einer nachhaltigen Erholung markierte, bleibt abzuwarten, muss aber an dieser Stelle bezweifelt werden. Der Dax drohte gestern zunächst, die eminent wichtige Zone um 11.500 Punkte zu verlieren. Schwache Konjunkturdaten auf deutscher und europäischer Ebene zwangen den deutschen Leitindex förmlich in die Knie. Die aktuellen ZEW-Daten fielen schwach aus und das ist noch wohlwollend formuliert.  Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erfasst die Stimmung unter institutionellen Anlegern in Bezug auf deren Konjunkturerwartung. Sowohl die Einschätzung der befragten institutionellen Anleger zur aktuellen Lage als auch zu den weiteren Perspektiven blieb deutlich unter den eh schon vorsichtigen Prognosen.

Der Handelstag hätte womöglich ein ganz anderes Ende genommen, wenn nicht die Nachricht bekannt geworden wäre, dass die USA die für Anfang September von ihrer Seite angedrohten Zölle auf chinesische Waren verschieben würden.  Die Marktakteure bewerteten dieses als Zeichen der Entspannung. Von einer Einigung im Handelskonflikt sind die beiden Parteien zwar noch immer weit entfernt, doch nachdem die Gräben zwischen den USA und China zuletzt immer tiefer wurden, kam dieses deutliche Zeichen Trumps dann doch einigermaßen überraschend. Man darf gespannt sein, wie es in den nächsten Wochen hier weitergehen wird.

Kurzfristig konnte der Dax noch einmal seinen Kopf aus der Schlinge ziehen. Die ansehnlichen Kursgewinne zum Ende des gestrigen Handelstages sorgten zwar dafür, dass sich der Index zunächst ein wenig von der kritischen Zone (11.500 Punkte) entfernen konnte, doch noch ist auf der Oberseite nichts Entscheidendes passiert. Um eine nachhaltige Entspannung herbeizuführen, wäre aus unserer Sicht ein Ausbruch über die Zone 12.000 bis 12.170 Punkte vonnöten. Wenn man der aktuellen Situation aus charttechnischer Sicht etwas Positives abgewinnen will, dann das, dass die 200-Tage-Linie ihre Belastbarkeit eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Doch es bleibt dabei: So lange der Index unterhalb von 12.000 / 12.170 Punkten notiert, bleibt die Zone 11.620 /  11.500 Punkte in Gefahr. Unterhalb von 11.500 Punkten könnte es dann noch einmal in Richtung 11.000 Punkte gehen.

Die heute (Mittwoch, 14.08.) veröffentlichten Zahlen zum deutschen BIP waren nicht unbedingt dazu angetan, die Kauflaune weiter zu befeuern. Neue Impulse könnte es aber im weiteren Wochenverlauf aus den USA geben, denn hier stehen wichtige Konjunkturdaten an. So werden am Donnerstag (15.08.) die US-Einzelhandelsumsätze, der Philadelphia-FED-Herstellungsindex und Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht und am Freitag (16.08.) warten neben einigen Daten zum US-Immobilienmarkt auch Daten zum US-Verbrauchervertrauen (Reuters/Uni Michigan).

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Gold und Silber außer Rand und Band

Die Schere im Edelmetallsektor öffnet sich immer weiter. Während Gold und Silber zuletzt „heiß“ liefen und in den letzten Handelstagen weiter zulegen konnten, präsentierten sich Platin und auch Palladium schwächer.

Es ist, wie es ist. Von der aktuellen und von Unsicherheit geprägten Gemengelage an den Finanzmärkten profitiert vor allem Gold. Mit Blick auf die heraufziehenden Risiken gehen die Marktteilnehmer von einer zunehmenden Lockerung der Geldpolitik der Noten- und Zentralbanken und hier insbesondere der US-Notenbank aus.

Mittlerweile strahlt Gold jedoch wieder auf Silber aus und zieht es mit nach oben. In der Vergangenheit war das nicht immer der Fall. Bis vor kurzem stand Silber ganz eindeutig im Schatten von Gold und konnte noch nicht von den Rahmenbedingungen profitieren. Wir hatten dieses anhand der Gold-Silber-Ratio des Öfteren an dieser Stelle thematisiert. Die jüngsten Entwicklungen im Gold-Silber-Ratio zeigen nun aber, dass sich Silber im Vergleich zu Gold ein wenig emanzipieren konnte. Betrug das Gold-Silber-Ratio vor knapp einem Monat noch etwa 93, so hat es sich auf aktuell etwa 88 reduziert. Damit ist es noch immer weit von seinem langjährigen Mittel entfernt, aber die Dominanz von Gold ist nicht mehr ganz so stark ausgeprägt wie noch zuletzt. Mit anderen Worten: Silber ist im Begriff, gegenüber Gold aufzuholen. Diese „Aufholjagd“ von Silber kann sich sehr wohl vor dem Hintergrund weiter anziehender Goldpreise fortsetzen. Silber ist dafür bekannt, schnelle sehr dynamische Bewegungen zu vollziehen. Bleiben wir gleich bei Silber und seiner aktuellen charttechnischen Konstellation.

Im Chart von Silber wird deutlich, dass der eigentliche Ausgangspunkt für die jüngste Rally im erfolgreichen Test der Marke von 15,0 US-Dollar und damit einhergehend im erfolgreichen Test der 200-Tage-Linie zu suchen ist. Seitdem kennt das Edelmetall nur einen Weg. Mit dem Ausbruch über die Zone 16,0 / 16,0 US-Dollar wurde ein wichtiges Kaufsignal generiert. Der Anstieg in die Zone 16,8 / 17,3 US-Dollar kam dann folgerichtig. Nun gilt es jedoch für Silber, die Hürde um 17,3 US-Dollar zu meistern. Hier liegt ein veritabler Widerstand, der erst noch aus dem Weg geräumt werden muss, um weiteres Aufwärtsmomentum zu kreieren. Gelingt allerdings dieses Unterfangen, könnte sich die Bewegung bis in den Bereich von 17,6 bis 18,2 US-Dollar ausdehnen. Gleichzeitig gilt jedoch, dass sich etwaige Rücksetzer oberhalb von 16,1 / 16,0 US-Dollar abspielen sollten. Blicken wir auf Gold.

Aktuell arbeitet sich das Edelmetall am Widerstandsbereich um 1.500 US-Dollar ab. Bislang gelang es Gold nicht, sich entscheidend von diesem Bereich zu lösen. Aus charttechnischer Sicht hat das Edelmetall aber weiterhin alle Chancen, seine Bewegung bis in den Bereich von 1.550 bis 1.600 US-Dollar auszudehnen. Auf der Unterseite hat der Bereich um 1.430 / 1.400 US-Dollar eine hohe Relevanz als Unterstützung. Mögliche Rücksetzer spielen sich im besten Fall oberhalb dieser Zone ab. Die zentrale Unterstützung sehen wir unverändert im Bereich von 1.370 US-Dollar.

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Ölpreise suchen nach einem Boden

Noch immer leidet der Ölmarkt unter der Sorge um die Nachfrage. Der Handelsstreit zwischen den USA und China schaukelt sich immer weiter hoch. Die Eskalationsspirale dreht sich munter weiter. Beide Seiten zeigen sich in ihren Handlungen und Reaktionen bislang unnachgiebig. China setzt aktuell auf die Währungskarte und „justiert“ den Yuan gegen den US-Dollar neu. Damit haben die Chinesen das Spielfeld Handelskonflikt noch einmal deutlich um den Währungsaspekt erweitert. Die Sorge von Investoren und Anlegern vor einer weiteren Schwächung der Weltwirtschaft schlägt sich in der aktuellen Entwicklung der Ölpreise nieder. Doch nicht nur die Ölpreise stehen vor diesem Hintergrund unter Druck, auch konjunktursensible Industriemetalle, wie etwa Kupfer, werden in Mitleidenschaft gezogen. Dagegen profitieren „sichere Häfen“, wie etwa Gold.

Kommen wir auf die aktuelle Situation am Ölmarkt zurück. Neben eher durchwachsenen Konjunkturdaten galt es zuletzt auch, die aktuellen Daten der Energy Information Administration (EIA) für die Woche zum 02.08. zu verarbeiten, die am Mittwoch (07.08.) veröffentlicht wurden.

Nachdem zuletzt die US-Rohöllagerbestände deutlich gesunken waren, rechneten die Marktteilnehmer auch für die Woche zum 02.08. mit sinkenden Lagerbeständen. Doch statt des erwarteten Abbaus legten die US-Rohöllagerbestände um knapp 2,4 Mio. Barrel auf 438,9 Mio. Barrel zu und liegen damit wieder über dem entsprechenden Fünfjahresdurchschnitt. Doch damit nicht genug. Es gab eine weitere Enttäuschung zu verkraften, denn die US-Rohölproduktion nahm weiter Fahrt auf. Nachdem die US-Rohölproduktion für die Woche zum 26.07. bereits wieder mit 12,2 Mio. bpd angegeben wurde, legte die Ölförderindustrie im aktuellen Berichtszeitraum noch einmal „eine Schippe drauf“. In der Woche zum 02.08. wurden 12,3 Mio. bpd produziert. Damit nähert man sich wieder dem bisherigen Jahresrekord, der in der Woche zum 31.05. mit 12,4 Mio. bpd markiert wurde. Die Reaktion auf die Zahlen fiel entsprechend aus…

Aus charttechnischer Sicht ist WTI Oil nun in Bedrängnis geraten. Das letzte Verlaufstief (und damit ein potentieller Boden) bei 51,3 US-Dollar steht unverändert unter Druck und wurde bereits temporär unterschritten und damit aufgeweicht. Insofern kommen wir nicht umhin, einen Blick auf die Unterseite zu werfen. Sollte der Bereich, den man auch auf 50,0 US-Dollar noch erweitern könnte, nicht halten, so würde eine Fortsetzung der Bewegung in Richtung 45,0 US-Dollar drohen. Entlastung würde es auch unserer Sicht erst geben, wenn sich Gegenbewegungen über die 55,0 US-Dollar hinweg entwickeln sollten.

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