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Commerzbank entfesselt? Wirecard obenauf.

Zahlen bestimmen aktuell das Handelsgeschehen im deutschen Aktienmarkt und davon gab es zuletzt reichlich. Nicht immer fielen die Quartals- bzw. die Jahresergebnisse zufriedenstellend aus, mitunter kam es aber auch nicht ganz so schlimm, wie es im Vorfeld erwartet bzw. befürchtet wurde. Womit wir auch schon den Bogen zur Aktie der Commerzbank (WKN: CBK100 ISIN: DE000CBK1001 Kürzel: CBK) geschlagen haben. In unserer gestrigen Kommentierung (noch ohne den Einfluss der Zahlen) thematisierten wir die überaus spannende charttechnische Konstellation. Nach dem Ausbruch über die ehemalige Widerstandszone 5,5 / 5,7 Euro lief der Wert den nächsten relevanten Widerstandsbereich um 6,0 / 6,2 Euro an.

Die Veröffentlichung der frischen Ergebnisse des Dezember-Quartals bzw. der Ergebnisse für das Gesamtjahr 2019 würde den Kursverlauf auf den Prüfstand stellen; das war klar. Gestern meldete das Finanzinstitut nun seine Zahlen. Diese fielen besser als erwartet (bzw. in diesem Fall besser als befürchtet) aus. Ähnlich wie die Deutsche Bank befindet sich die Commerzbank in einer schwierigen Phase des Konzernumbaus. Dieser Prozess hat auch das Zahlenwerk geprägt. Die erzielten Fortschritte wurden aber vom Markt honoriert; auch hier eine Parallele zur Deutschen Bank. Die Commerzbank gab für das Jahr 2019 einen Ertrag in Höhe von 8,64 Mrd. Euro bekannt; nach 8,57 Mrd. Euro im Jahr 2018. Die Ergebnisseite wurde von den Umstrukturierungen belastet, dennoch gelang es der Commerzbank, für das Jahr 2019 einen Gewinn in Höhe von 644 Mio. Euro auszuweisen; nach 862 Mio. Euro in 2018. In diesem Punkt hatten die Analysten ein deutlich schwächeres Ergebnis erwartet. Unterm Strich wurden die Zahlen sehr wohlwollend aufgenommen und die Aktie ging mit einem dicken Tagesplus aus dem Donnerstagshandel (13.02.). Netter Nebeneffekt – die Zone 6,0 / 6,2 Euro wurde pulverisiert. Das Chartbild hat sich durch den Zwischensprint deutlich aufgehellt. Neben den geenterten Widerständen gilt es diesbezüglich auch auf das bullische Kreuzen der 200-Tage-Linie zu verweisen. Die Aktie erreichte bereits (fast) den nächsten relevanten Widerstandsbereich um 6,5 / 6,7 Euro. Diese Hürde wäre als nächstes zu meistern. Idealerweise spielen sich Rücksetzer nun oberhalb von 6,0 Euro ab. Einen wichtigen Widerstand konnte auch die Aktie des Zahlungsdienstanbieters Wirecard (WKN: 747206 ISIN: DE0007472060 Kürzel: WDI ) – zumindest  temporär – knacken.

Die Wirecard-Aktie kämpft um einen Verbleib oberhalb von 140,0 Euro und ist offenkundig aktuell drauf und dran, sich von dieser Marke zu lösen. Das wäre aus charttechnischer Sicht eminent wichtig, gilt es doch, das Handelsgeschehen in Richtung der Zone 150,0 / 160,0 Euro zu verlagern. Ein Ausbruch über die 160,0 Euro wäre ein wichtiger Befreiungsschlag. Auf der Unterseite sehen wir die 123,0 Euro weiterhin als zentrale Unterstützung. Idealerweise entwickeln sich etwaige Rücksetzer nicht unter die 130er Marke.

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