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Dax auf Richtungssuche

Der Dax ist aktuell um Stabilität bemüht. Eine Ausweitung der Korrektur ist in der gegenwärtigen Gemengelage allerdings nicht ausgeschlossen. Dagegen scheint auf der Oberseite nicht viel zu gehen.

Ohne die Unterstützung der US-Indizes wirkt der Dax in diesen Tagen ein wenig verloren. Die US-Indizes ihrerseits stecken ebenfalls inmitten einer Konsolidierung. Die (bangen) Blicke der Marktakteure richten sich hier bereits auf die anstehenden Handelsgespräche zwischen den USA und China. Dass die US-Seite unmittelbar vor den Gesprächen noch einmal die Daumenschrauben angezogen hat, muss noch nichts heißen, dämpft(e) allerdings den Optimismus erheblich. Eine Einigung im Handelskonflikt wäre eminent wichtig.

Die Risikoaversion unter Anlegern hat zuletzt wieder deutlich zugenommen. Die Aktienindizes gehen auf Tauchstation. Begleitet wird diese Entwicklung von deutlich sinkenden Ölpreisen. Hier dominieren Nachfragesorgen infolge der schwachen Wirtschaftsentwicklung das Handelsgeschehen.

Die Rufe der Marktteilnehmer nach geldpolitischen Stimulierungsmaßnahmen werden spürbar lauter. Die US-Notenbank steht diesbezüglich bereits seit längerer Zeit unter Druck. Nach den ganz schwachen US-Daten aus der letzten Woche (u.a. enttäuschten die beiden ISM-Indizes für das verarbeitende und für das nicht-verarbeitende Gewerbe) sind die Erwartungen an die Fed noch einmal gestiegen. Ob sich die US-Notenbank allerdings zu einer Zinssenkung bereits im Oktober durchringen wird, bleibt offen. Ihre Entscheidung über eine mögliche Leitzinssenkung wird die Fed den Märkten am 30.10. mitteilen. Die gestern in den USA veröffentlichten Erzeugerpreise hielten die Hoffnung auf eine Leitzinssenkung zumindest am Leben. Am morgigen Donnerstag stehen noch die wichtigen US-Verbraucherpreise an. Kommen wir auf die aktuelle Situation im Dax zurück.

Der Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend (grün dargestellt) scheiterte. Der massive Widerstandsbereich 12.430 / 12.500 Punkte wurde dagegen noch einmal bestätigt, ehe der Index durchatmete. Eine erste, etwas kräftiger ausgefallene Reaktion führte den Dax noch einmal auf die eminent wichtige Unterstützung von 11.850 Punkten zurück. Seitdem ist der Index um die eingangs angesprochene Stabilität bemüht. Im Zuge des Rücksetzers wurde auch die wichtige Unterstützungszone um 12.200 Punkte unterschritten. Diese Marke blieb von den bisherigen Erholungsversuchen unberührt. Die  zaghaften Vorstöße spielten sich bislang im Bereich von 12.000 Punkten ab.

Kurzum: Die aktuelle Lage im Dax bleibt sowohl unter fundamentalen als auch unter charttechnischen Aspekten diffizil. Noch hat der Index die Chance, den Rücksetzer zu korrigieren. Die 11.850 Punkte stellen aus unserer Sicht allerdings die Demarkationslinie für das kurzfristig bullische Szenario dar. Sollte es darunter gehen, muss eine Neubewertung erfolgen. Auf der Oberseite sind frische Impulse erst mit einem Ausbruch über die 12.500 Punkte zu erwarten.

(DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

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