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Dax – Brechen jetzt alle Dämme?

Die erste Korrekturwelle, die über den Dax zu Monatsbeginn hereinbrach, überstand er noch vergleichsweise gut und brachte das Aufbegehren der „Bären“ im Bereich von 11.830 Punkten zum Stehen. Der Aufwärtstrend der vorangegangenen Wochen und Monate blieb damit intakt. Es folgte eine Erholung, die den Dax noch einmal bis in den Bereich von 12.300 Punkten und damit dicht an das vorherige Verlaufshoch führte. So weit, so gut. Doch nun könnte neues Ungemach drohen…

Die aktuelle Handelswoche begann mit kräftigen Abschlägen im Dax. Im Fokus der Marktteilnehmer stand einmal mehr die geopolitische Situation. US-Präsident Trump hatte über das Wochenende wieder einmal Politik per Kurznachrichtendienst gemacht und hierbei den Iran attackiert. Nicht wenige fühlen sich an die Nordkorea-Politik des US-Präsidenten erinnert. Damals hatte Trump permanent Nordkorea attackiert und über Kursnachrichtendienst Drohungen kolportiert. Nun wendet der US-Präsident offenkundig eine ähnliche Strategie in Bezug auf den Iran an. Man kann nur hoffen, dass sich das Ganze wieder etwas beruhigt, denn sieht man einmal davon ab, dass der Iran ungleich größer als Nordkorea ist und nicht ansatzweise so politisch isoliert wirkt, dann bleibt noch die schlichte Tatsache, dass der Iran geografisch inmitten eines geopolitischen Pulverfasses liegt. Eine weitere Eskalation in der eh schon angespannten Lage bzw. Region wäre wohl keiner Seite zuträglich.

Politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine und insofern darf man gespannt sein, wie lange das Thema die Aktienmärkte noch beschäftigen wird. Immer unter der Maßgabe, dass es im Iran-Konflikt zu keiner weiteren Eskalation kommt, dürfte sich der Staub unserer Einschätzung nach schnell wieder legen. Der Umstand, dass der Goldpreis von den aktuellen geopolitischen Entwicklungen (noch) nicht profitieren konnte, ist ein weiteres Indiz für unsere Annahme sein.

Schauen wir noch auf die aktuellen Konjunkturdaten, die aus deutscher Sicht in dieser Woche relevant sind. Vor allem am Donnerstag (23.05.) wird es wichtig. Neben den aktuellen BIP-Daten aus Deutschland stehen zudem die wichtigen deutschen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und für den Dienstleistungssektor an. Der Tag erlangt mit aktuellen ifo-Daten weitere Relevanz.

Aus charttechnischer Sicht ist der Sachverhalt klar. Im Idealfall halten die 12.000 Punkte als Unterstützung. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Bereich des letzten Verlaufstiefs bei 11.830 Punkten erfahren. Sollte dieses unterschritten werden, wäre das ein deutliches Warnsignal. Um die eingangs gestellte Frage noch einmal aufzugreifen: Aufgrund diverser geopolitischer und handelspolitischer Konfliktherde ist eine Ausdehnung der Korrektur natürlich nicht auszuschließen. Eine nachhaltige Ausweitung könnte aber von der nach wie vor bereitstehenden Liquidität verhindert bzw. eingedämmt werden. Aus unserer Sicht gilt es, den Goldpreis (als Angstbarometer) im Auge zu behalten. Die Befindlichkeiten der Marktakteure lassen sich hier gut ablesen… Mit anderen Worten: Ein deutlich anziehender Goldpreis wäre als weiteres Warnsignal zu betrachten.

 (DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)


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