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DAX – Lage bleibt angespannt

Ob der gestrige Handelstag (Dienstag, 13.08.) den Start einer nachhaltigen Erholung markierte, bleibt abzuwarten, muss aber an dieser Stelle bezweifelt werden. Der Dax drohte gestern zunächst, die eminent wichtige Zone um 11.500 Punkte zu verlieren. Schwache Konjunkturdaten auf deutscher und europäischer Ebene zwangen den deutschen Leitindex förmlich in die Knie. Die aktuellen ZEW-Daten fielen schwach aus und das ist noch wohlwollend formuliert.  Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erfasst die Stimmung unter institutionellen Anlegern in Bezug auf deren Konjunkturerwartung. Sowohl die Einschätzung der befragten institutionellen Anleger zur aktuellen Lage als auch zu den weiteren Perspektiven blieb deutlich unter den eh schon vorsichtigen Prognosen.

Der Handelstag hätte womöglich ein ganz anderes Ende genommen, wenn nicht die Nachricht bekannt geworden wäre, dass die USA die für Anfang September von ihrer Seite angedrohten Zölle auf chinesische Waren verschieben würden.  Die Marktakteure bewerteten dieses als Zeichen der Entspannung. Von einer Einigung im Handelskonflikt sind die beiden Parteien zwar noch immer weit entfernt, doch nachdem die Gräben zwischen den USA und China zuletzt immer tiefer wurden, kam dieses deutliche Zeichen Trumps dann doch einigermaßen überraschend. Man darf gespannt sein, wie es in den nächsten Wochen hier weitergehen wird.

Kurzfristig konnte der Dax noch einmal seinen Kopf aus der Schlinge ziehen. Die ansehnlichen Kursgewinne zum Ende des gestrigen Handelstages sorgten zwar dafür, dass sich der Index zunächst ein wenig von der kritischen Zone (11.500 Punkte) entfernen konnte, doch noch ist auf der Oberseite nichts Entscheidendes passiert. Um eine nachhaltige Entspannung herbeizuführen, wäre aus unserer Sicht ein Ausbruch über die Zone 12.000 bis 12.170 Punkte vonnöten. Wenn man der aktuellen Situation aus charttechnischer Sicht etwas Positives abgewinnen will, dann das, dass die 200-Tage-Linie ihre Belastbarkeit eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Doch es bleibt dabei: So lange der Index unterhalb von 12.000 / 12.170 Punkten notiert, bleibt die Zone 11.620 /  11.500 Punkte in Gefahr. Unterhalb von 11.500 Punkten könnte es dann noch einmal in Richtung 11.000 Punkte gehen.

Die heute (Mittwoch, 14.08.) veröffentlichten Zahlen zum deutschen BIP waren nicht unbedingt dazu angetan, die Kauflaune weiter zu befeuern. Neue Impulse könnte es aber im weiteren Wochenverlauf aus den USA geben, denn hier stehen wichtige Konjunkturdaten an. So werden am Donnerstag (15.08.) die US-Einzelhandelsumsätze, der Philadelphia-FED-Herstellungsindex und Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht und am Freitag (16.08.) warten neben einigen Daten zum US-Immobilienmarkt auch Daten zum US-Verbrauchervertrauen (Reuters/Uni Michigan).

 (DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

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