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Euro gegen den US-Dollar im Sinkflug

Die Devisenmärkte zeichneten sich in den letzten Handelstagen durch einige überraschende, aber auch einige weniger überraschende Wendungen und Bewegungen aus. Zu den Bewegungen, die hierbei weniger überraschend kamen, gehört sicherlich das Abtauchen des Euro gegen den US-Dollar.

Der Euro wurde zuletzt durch diverse Belastungsfaktoren in Bedrängnis gebracht. Zu nennen wären hier neben den zuletzt tendenziell schwächer ausgefallenen Konjunkturdaten vor allem auch politische Faktoren. Die instabile innenpolitische Situation in Italien beunruhigt die Marktakteure genauso wie die britisch-europäische Schussfahrt in Richtung Brexit. Der Brexit schlägt so unmittelbar davor, vollzogen zu werden, noch einmal hohe Wellen. Die britische Wirtschaft soll der vermeintlich leidtragendere Part sein, doch auch der EU-Seite stehen ohne Zweifel herbe Einschnitte bevor und keiner kann mit Sicherheit sagen, wie die belastete EU-Wirtschaft diese verkraften wird. Interessant ist vor diesem Hintergrund auch die vor einigen Tagen getätigte Aussage der zukünftigen EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die für die Leitzinsen in der Eurozone durchaus noch weiteren Raum nach unten sieht; sofern das notwendig sein sollte.

In dieser Gemengelage wirkt die Gemeinschaftswährung zunehmend instabiler. Hinzu kommt, dass sie mit dem Bruch der 1,11 US-Dollar sowie mit dem Verlust der 1,10 US-Dollar auch aus charttechnischer Sicht gegen den US-Dollar unter Druck geraten ist. Wir haben einen 3-Jahreschart auf Wochenbasis bemüht, um die aktuelle Situation bei EUR/USD darzustellen. Hier zeigt sich, dass der Bruch der 1,10 US-Dollar eine Fortsetzung der Korrekturbewegung bis in den Bereich von 1,083 US-Dollar offeriert. Doch dabei muss es nicht bleiben. Selbst ein Test des Bereiches um 1,05 US-Dollar ist über kurz oder lang möglich und sollte durchaus mit einkalkuliert werden. Für den US-Dollar stehen in den nächsten Handelstagen einige wichtige Konjunkturdaten an. So wird am heutigen Dienstag (03.09.) der wichtige ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Am Mittwoch folgt u.a. das Beige Book der FED, am Donnerstag (04.09.) u.a. der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe und am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht für August.

Widmen wir uns noch kurz EUR/JPY (3-Jahreschart auf Wochenbasis). Und auch gegen den Yen präsentiert sich der Euro in schwacher Verfassung. Der letzte relevante Versuch des Euro, einen Boden auszubilden, nahm im Juli dieses Jahres ein jähes Ende, als die Unterstützung bei 121,0 JPY verloren ging. Mit dem Bruch der 120er Marke hat sich für den Euro nun weiteres Abwärtspotential eröffnet. Ein Test der 115,0 JPY scheint in der aktuellen Situation unvermeidlich zu sein…

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