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Gold mit fulminanter Erholung

Unsere letzte Kommentierung um Thema Gold überschrieben wir in der vergangenen Woche noch vergleichsweise vorsichtig mit „Gold wahrt Chance auf ein Comeback“. In den letzten Handelstagen ist Einiges, womöglich auch Entscheidendes, passiert. Unter den Edelmetallen präsentiert sich vor allem Gold derzeit in einer sehr robusten Verfassung. Mittlerweile hat die Erholung eine überaus entscheidende Phase erreicht… Für Silber gilt Ähnliches, auch wenn man hier in puncto Bewegungsdynamik noch Abstriche machen muss.

Was hat das Comeback von Gold ausgelöst? In den letzten Handelstagen kreierte sich an den Finanzmärkten eine von Unsicherheit geprägte Gemengelage. Über Monate hinweg klammerten sich die Aktienmärkte an die Hoffnung, die USA und China würden sich in dem Handelskonflikt schon irgendwie zeitnah einigen können. Diese Hoffnung schwindet zusehends. Zum einen ist dieses der Tatsache geschuldet, dass der Ton zwischen den USA und China zuletzt merklich rauer wurde. Zum anderen hat aber auch die Ankündigung Trumps, nun auch gegen Mexiko Strafzölle erheben zu wollen, die Hoffnung auf eine baldige Beilegung der globalen Handelskonflikte schwinden lassen.

Die deutliche Kurskorrektur an den Aktienmärkten belegt diese neue Erwartungshaltung. In den letzten Wochen flammten hier immer mal wieder Ängste auf. Bis vor kurzem konnte der Goldpreis davon nicht sonderlich profitieren. Dieses scheint sich nun grundlegend zu ändern. Beleg hierfür ist auch der deutliche Bestandaufbau physisch besicherter Gold-ETF, der seit einigen Handelstagen zu beobachten ist.

Der US-Dollar, der sich bis vor kurzem noch durch eine schier unerschütterlichen Stärke auszuzeichnen schien, hat Schlagseite bekommen und verlor am gestrigen Montag an den Devisenmärkten deutlich. Schwache Konjunkturdaten aus den USA setzten hier dem Greenback zu. So enttäuschte unter anderem der vielbeachtete ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe. In den nächsten Handelstagen stehen weitere, sehr relevante US-Konjunkturdaten an. Sollte sich der Eindruck der konjunkturellen Schwäche weiter manifestieren, könnte der Druck auf die US-Notenbank zunehmen. Der Ruf nach einer Zinssenkung dürfte dann lauter werden…

Die deutliche Erholung des Goldpreises hat auch aus charttechnischer Sicht nun an Relevanz gewonnen. Scheiterte der Goldpreis zuletzt noch an der 1.300 US-Dollar-Marke und verpasste es damit, über die Oberseite seiner bullischen Keilformation nachhaltig auszubrechen, holte er dieses nun eindrucksvoll nach. Zwischenzeitlich wurden bereits weitere Kaufsignale generiert. So konnte unter anderem der Widerstandsbereich um 1.310 US-Dollar geentert werden. Doch nun gilt es! Gold muss die eminent wichtige Widerstandszone um 1.325 US-Dollar knacken. Gelingt dieses, stünde eine Fortsetzung der Bewegung bis in den Bereich von 1.350 US-Dollar „eigentlich“ nichts mehr im Wege.

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