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Gold mit Rückschlag, Silber in der Bredouille

Dem Edelmetallsektor fällt es in diesen Tagen schwer, eine nachhaltige Erholung zu initiieren. Bisherige Versuche, eine Gegenbewegung zu installieren, kreierten kein Aufwärtsmomentum und verliefen am Ende im Sande. Maßgeblichen Anteil an der aktuellen Entwicklung hat die wieder deutlich robustere Verfassung des US-Dollars, der nach einer leichten Schwächephase, die den Edelmetallen ja durchaus temporär förderlich war, in die Erfolgsspur zurückgekehrt ist.

Vor einer Woche thematisierten wir an dieser Stelle die Situation bei Gold, das zum damaligen Zeitpunkt an der Schwelle zu einer Erholung stand. Doch es kam, wie es kommen musste. Das Edelmetall verpasste es, die entscheidende Weichenstellung zu vollziehen, den entscheidenden Schritt zu machen und die 1.300 US-Dollar zurückzuerobern. Kurzzeitig sah es zwar so aus, als ob es Gold gelingen könnte, den Abwärtstrend aufzubrechen, doch letztendlich fiel der Preis wieder in diesen zurück. Unterm Strich bestätigte dieser gescheiterte Versuch den dominierenden Abwärtstrend einmal mehr.

Vor dem Hintergrund des starken US-Dollars fehlt den Edelmetallen schlichtweg die Luft zum Atmen. Der Greenback hält den Sektor wenn man so will im Würgegriff. Die US-Konjunkturdaten der letzten Handelswoche offenbarten erneut Licht (u.a. Philly-Fed-Herstellungsindex, Verbrauchervertrauen) und Schatten (u.a. Einzelhandelsumsätze, Industrieproduktion). Vor allem die am vergangenen Freitag veröffentlichten Daten zum US-Verbrauchervertrauen, die überraschend stark ausfielen, stütz(t)en den Greenback. In der neuen Handelswoche stehen ebenfalls einige wichtige Termine an, aber vor allem der kommende Mittwoch (22.05.) mit der Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolls und der Freitag (24.05.) mit den Auftragseingängen langlebiger Güter dürften am Markt besondere Beachtung finden.

An der charttechnischen Konstellation bei Gold hat sich in den letzten Tagen nicht sonderlich viel geändert. Auf der Oberseite limitieren die 1.290 US-Dollar / 1.300 US-Dollar. Die Relevanz dieser Zone hat sich zuletzt noch einmal deutlich erhöht. Auf der Unterseite bleiben die 1.265 US-Dollar und der in diesem Bereich ausgebildete kleine Doppelboden das Maß der Dinge und sollten nicht mehr unterschritten werden. Inwiefern das Fehlsignal aus dem gescheiterten Ausbruchsversuch dem Markt noch nachhängen wird, muss sich nun zeigen.

Schauen wir noch kurz auf die aktuelle Lage des „kleinen Bruders“. Bei Silber sieht der Sachverhalt ähnlich aus. Allerdings scheint Silber derzeit in einer etwas schwächeren technischen Verfassung zu sein. Im Chart des Edelmetalls dominieren die Verkaufssignale. Der Verlust der 15,0 US-Dollar (inkl. bärisches Kreuzen der 200-Tage-Linie), das Unterschreiten der 14,75 US-Dollar und 14,50 US-Dollar bringen das Edelmetall aus charttechnischer Sicht in Bedrängnis. Vor allem der Rutsch unter die 14,75 US-Dollar und damit der Wiedereintritt in die ehemalige Handelsspanne (orange dargestellt) offerieren nun die Fortsetzung der Schwäche und einen Test der Unterseite der Range (14,00 US-Dollar).

 


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