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Gold und Silber außer Rand und Band

Die Schere im Edelmetallsektor öffnet sich immer weiter. Während Gold und Silber zuletzt „heiß“ liefen und in den letzten Handelstagen weiter zulegen konnten, präsentierten sich Platin und auch Palladium schwächer.

Es ist, wie es ist. Von der aktuellen und von Unsicherheit geprägten Gemengelage an den Finanzmärkten profitiert vor allem Gold. Mit Blick auf die heraufziehenden Risiken gehen die Marktteilnehmer von einer zunehmenden Lockerung der Geldpolitik der Noten- und Zentralbanken und hier insbesondere der US-Notenbank aus.

Mittlerweile strahlt Gold jedoch wieder auf Silber aus und zieht es mit nach oben. In der Vergangenheit war das nicht immer der Fall. Bis vor kurzem stand Silber ganz eindeutig im Schatten von Gold und konnte noch nicht von den Rahmenbedingungen profitieren. Wir hatten dieses anhand der Gold-Silber-Ratio des Öfteren an dieser Stelle thematisiert. Die jüngsten Entwicklungen im Gold-Silber-Ratio zeigen nun aber, dass sich Silber im Vergleich zu Gold ein wenig emanzipieren konnte. Betrug das Gold-Silber-Ratio vor knapp einem Monat noch etwa 93, so hat es sich auf aktuell etwa 88 reduziert. Damit ist es noch immer weit von seinem langjährigen Mittel entfernt, aber die Dominanz von Gold ist nicht mehr ganz so stark ausgeprägt wie noch zuletzt. Mit anderen Worten: Silber ist im Begriff, gegenüber Gold aufzuholen. Diese „Aufholjagd“ von Silber kann sich sehr wohl vor dem Hintergrund weiter anziehender Goldpreise fortsetzen. Silber ist dafür bekannt, schnelle sehr dynamische Bewegungen zu vollziehen. Bleiben wir gleich bei Silber und seiner aktuellen charttechnischen Konstellation.

Im Chart von Silber wird deutlich, dass der eigentliche Ausgangspunkt für die jüngste Rally im erfolgreichen Test der Marke von 15,0 US-Dollar und damit einhergehend im erfolgreichen Test der 200-Tage-Linie zu suchen ist. Seitdem kennt das Edelmetall nur einen Weg. Mit dem Ausbruch über die Zone 16,0 / 16,0 US-Dollar wurde ein wichtiges Kaufsignal generiert. Der Anstieg in die Zone 16,8 / 17,3 US-Dollar kam dann folgerichtig. Nun gilt es jedoch für Silber, die Hürde um 17,3 US-Dollar zu meistern. Hier liegt ein veritabler Widerstand, der erst noch aus dem Weg geräumt werden muss, um weiteres Aufwärtsmomentum zu kreieren. Gelingt allerdings dieses Unterfangen, könnte sich die Bewegung bis in den Bereich von 17,6 bis 18,2 US-Dollar ausdehnen. Gleichzeitig gilt jedoch, dass sich etwaige Rücksetzer oberhalb von 16,1 / 16,0 US-Dollar abspielen sollten. Blicken wir auf Gold.

Aktuell arbeitet sich das Edelmetall am Widerstandsbereich um 1.500 US-Dollar ab. Bislang gelang es Gold nicht, sich entscheidend von diesem Bereich zu lösen. Aus charttechnischer Sicht hat das Edelmetall aber weiterhin alle Chancen, seine Bewegung bis in den Bereich von 1.550 bis 1.600 US-Dollar auszudehnen. Auf der Unterseite hat der Bereich um 1.430 / 1.400 US-Dollar eine hohe Relevanz als Unterstützung. Mögliche Rücksetzer spielen sich im besten Fall oberhalb dieser Zone ab. Die zentrale Unterstützung sehen wir unverändert im Bereich von 1.370 US-Dollar.

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