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Gold und Silber unter Druck

Der Höhenflug der Edelmetalle nahm zuletzt ein (vorläufiges) Ende. Sowohl Gold als auch Silber stehen derzeit unter Druck und mussten in den letzten Handelstagen bereits ordentlich Federn lassen. Ob es sich bei den aktuellen Kurskapriolen nur um ein temporäres Störfeuer handelt oder aber, ob das der Beginn einer (knackigen) Korrektur ist, bleibt abzuwarten.

Insbesondere bei Silber bildete sich über die letzten Handelswochen hinweg eine veritable Fahnenstange aus. Fundamentaler Rückenwind und immer neue Kaufsignale befeuerten die Rally des Edelmetalls. Die psychologisch wichtige Marke von 20,0 US-Dollar kam bereits in Reichweite, ehe dem Silberpreis quasi in letzter Minute die Luft ausging und er nach unten wegkippte.

Auch wenn der Rücksetzer ein herber Schlag ins Kontor zu sein scheint, doch aus charttechnischer Sicht ist (noch) nicht sonderlich viel Bedrohliches passiert. In unseren Kommentaren hatten wir die aus unserer Sicht zentrale Unterstützung in den Bereich von 17,5 / 17,0 US-Dollar verortet. Solange sich Korrekturszenarien oberhalb dieser Zone austoben, gibt es unserer Meinung nach am übergeordnet bullischen Szenario für Silber nichts zu rütteln. Geht es allerdings signifikant unter die 17,0 US-Dollar, muss eine Neubewertung der Lage erfolgen.

Maßgeblichen Anteil an der aktuellen Korrektur im Edelmetallbereich dürfte eine nun wieder höhere Risikoaffinität unter Investoren sein. Anders ausgedrückt: Investoren sind derzeit gewillt, wieder mehr Risiko in Kauf zu nehmen. Davon profitieren in erster Linie Aktien, Edelmetalle geraten hingegen ein wenig ins Hintertreffen. Die vermeintliche Beruhigung geo- und wirtschaftspolitischer Brandherde wird aktuell ins Feld geführt, wenn es darum geht, die Entwicklungen zu deuten. Mit dem Handelskonflikt zwischen den USA und China möchten wir ein Thema herausgreifen, welches sich zuletzt (scheinbar) beruhigte. Am Ende der letzten Handelswoche wurde bekannt, dass es  zwischen den beiden Parteien Mitte des Monats erste vorbereitende Gespräche geben soll. Anfang Oktober soll dann verhandelt werden. Wie belastbar das Ganze ist, bleibt natürlich nach den Erfahrungen der letzten Zeit abzuwarten. Die Aktienmärkte profitierten zunächst von der Aussicht auf eine Wiederbelebung der Gespräche. Die Rally der Edelmetalle kam hingegen ins Straucheln.

Schauen wir zum Abschluss noch auf Gold. Hier hat sich aus charttechnischer Sicht der Bereich von 1.550 US-Dollar nun zu einem massiven Widerstandscluster ausgebaut. Zukünftige Aufwärtsbewegungen werden mit diesem ihre „liebe Mühe haben“. Idealerweise spielt sich die Korrektur oberhalb von 1.490 US-Dollar ab. Weitere wichtige Unterstützungen liegen dann bei 1.430 US-Dollar und vor allem im Bereich von 1.380 / 1.370 US-Dollar.

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