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Kommt der S&P 500 nun ins Rutschen?

Der S&P 500 will sich offenkundig nicht ganz kampflos in eine ausgedehnte Korrektur zwingen lassen. Die letzten Handelstage waren von einer gewissen Gegenwehr geprägt. Doch gleichzeitig muss man auch konstatieren, dass dem Index auf der Oberseite noch nichts Entscheidendes gelang und eine Art Befreiungsschlag bislang ausblieb.

Zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung in der vergangenen Woche stand der Index aus charttechnischer Sicht unter erheblichen Abgabedruck. Dieser kam infolge schwacher US-Daten auf und brachte den im Sommer installierten Aufwärtstrend ins Wanken, nachdem zuvor eine Reihe von Verkaufssignalen generiert wurde. Es drohte gar der Durchmarsch in Richtung 2.820 / 2.800 Punkte. In puncto „Test der Zone 2.820 F/ 2.800 Punkte“ ist die Kuh zwar noch nicht endgültig vom Eis, doch immerhin gelang es dem S&P 500, sich eine Verschnaufpause zu verschaffen. Der Aufwärtstrend (grün dargestellt) konnte zunächst mit „Hängen und Würgen“ verteidigt werden.

Bislang lässt die Erholung allerdings noch etwas zu wünschen übrig. In Anbetracht der aktuellen Gemengelage muss aber bereits die Stabilisierung im Bereich von 2.900 Punkten als Teilerfolg verbucht werden. Idealerweise knackt der Index aber nun den Widerstandsbereich von 2.930 / 2.950 Punkten, um so für weitere Entlastung zu sorgen. Doch dieses Widerstandscluster hat es in sich.

Immer wieder keimt in Bezug auf die anstehenden Handelsgespräche zwischen den USA und China Hoffnung auf. Eine zügige Einigung wird von den Marktakteuren förmlich herbeigesehnt, ist aber weiterhin mehr als fraglich. Hoffnung ist überhaupt das „Leitthema“ gegenwärtig. Hoffnung auf eine baldige Einigung im Handelsstreit, Hoffnung in Bezug auf eine mögliche Leitzinssenkung in den USA noch im Oktober, Hoffnung darauf, dass die Lage im Nahen Osten nicht vollends aus dem Ruder läuft usw. usw.

In Bezug auf die nun langsam Fahrt aufnehmende Quartalsberichtssaison in den USA ist sicherlich auch ein wenig Hoffnung angebracht, denn die Unternehmensdaten werden in einer Phase veröffentlicht, in der der US-Aktienmarkt zunehmend fragiler wirkt. Speziell ab der nächsten Woche läuft die heiße Phase der Quartalsberichtssaison an und dann heißt es für die Unternehmen, Farbe zu bekennen. Neben den aktuellen Daten dürften auch die Ausblicke der Unternehmen auf die nächsten Quartale im Fokus des Interesses stehen.

Kurzum: Das gestern (09.10.) veröffentlichte Protokoll der September-Sitzung des FOMC hatte keinen nachhaltigen Einfluss. Aus charttechnischer Sicht gilt es weiterhin, die Bereiche um 2.930 / 2.950 Punkte sowie um 2.855 Punkte (letztes Verlaufstief und 200-Tage-Linie) im Auge zu behalten.

(S&P 500® ist eine eingetragene Marke von Standard & Poor‘s Financial Services, LLC)

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