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Ölpreise knicken ein

WTI Oil und Brent C.O. knickten am gestrigen Donnerstag (01.08.) ein. Damit reagierten die Preise auf eine nachhaltige Eintrübung des fundamentalen Umfelds.

Die Ankündigung neuer Strafzölle durch den US-Präsidenten führte gestern zu massiven Verwerfungen am Ölmarkt. Trump erhöhte den Druck auf China, nachdem sich die letzten Gespräche offenkundig mehr als zäh darstellten. Von den neuen Zöllen (+ 10 Prozent) sind chinesische Waren im Wert von 300 Mrd. US-Dollar betroffen. Das Ganze soll ab September gelten. Die bereits mit Strafzöllen belegten Warengruppen fallen jedoch nicht unter diese neue Regelung. Die Drohkulisse für die nächste Gesprächsrunde steht dennoch. Die Ankündigung Trumps traf den bereits verunsicherten Ölmarkt ins Mark. Konjunktursorgen belasteten die Ölpreise bereits in der Vergangenheit und sorgten dafür, dass Aufwärtsbewegungen gedeckelt blieben. Nun ist statt der erhofften Entspannung eine weitere Eskalation zu befürchten.

Bis zum gestrigen Handelstag lieferten die Ölpreise eine durchaus solide Wochen-Vorstellung ab. Am Mittwoch galt es neben der Leitzinsentscheidung der FED auch die aktuellen Daten der Energy Information Administration (EIA) zu verarbeiten. Bleiben wir gleich bei den Daten der EIA für die Woche zum 26.07.

Bereits in der Woche zum 19.07. sanken die US-Rohöllagerbestände deutlich. Für die Woche zum 26.07. wurde nun ein weiterer starker Rückgang vermeldet. Die Bestände sanken in diesem Zeitraum um 8,5 Mio. Barrel auf 436,5 Mio. Barrel. Damit liegt der Wert im Rahmen des für diese Phase im Jahr relevanten Fünfjahresdurchschnitts. So weit so gut. Die US-Rohölproduktion wurde für die Woche zum 26.07. mit 12,2 Mio. bpd angegeben, nach 11,3 Mio. bpd für die Woche zum 19.07. Der Vergleich zur Vorwoche ist aber nicht sonderlich aussagekräftig, denn diese stand unter dem Einfluss von Sondereffekten (temporäre, wetterbedingte Schließungen von Förderanlagen im Süden der USA). Weitaus relevanter ist hier der Vergleich mit der Woche zum 12.07. Für diese wurde eine Produktion in Höhe von „nur“ 12,0 Mio. bpd angegeben. Insofern bleibt es dabei: Die US-Ölförderung erfreut sich einer robusten Verfassung.

Die letzten Handelstage haben deutliche Spuren im Chart von WTI Oil hinterlassen. Im Zuge des gestrigen Rücksetzers durchbrach WTI Oil die wichtige Marke von 55,0 US-Dollar. Damit rückt nun unweigerlich das letzte Verlaufstief bei 51,3 US-Dollar in den Fokus. Eine rasche Rückkehr über die 55,0 US-Dollar wäre aus charttechnischer Sicht jetzt eminent wichtig.

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