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Ölpreise mit wechselvoller Handelswoche

Der Ölmarkt durchlebte eine bis dato wechselvolle Handelswoche. Die Preise von Brent C.O. und WTI Oil gingen hoch und runter. Die aktuelle Gemengelage ist überaus diffizil. Es hat sich in den letzten Handelstagen einiges über dem Ölsektor zusammengebraut.

Das erste Highlight einer überaus turbulenten Handelswoche lieferte der Dienstag (13.08.). US-Präsident Trump gab bekannt, die eigentlich für Anfang September geplante Einführung neuer Strafzölle auf einige chinesische Waren noch einmal verschieben zu wollen. Die Finanzmärkte bewerteten dieses als Zeichen der Entspannung. Die Reaktion am Ölmarkt fiel deutlich aus. Die vermeintlichen Signale einer Entspannung  wurden in steigende Ölpreise umgemünzt.  Unabhängig davon, dass die überraschende Kehrtwende Trumps seine Position in den nächsten Verhandlungen mit China (so sie denn kommen) durchaus schwächen könnte, verpuffte die Maßnahme in ihrer Wirkung auf die Finanzmärkte. Es wurde bereits kurze Zeit später deutlich, dass es hier so schnell wohl keine Fortschritte in den Gesprächen der beiden Parteien geben wird. Die Fronten scheinen auch nach dem Signal aus Washington unverändert verhärtet zu sein.

Die Ölpreise litten zudem unter schwachen chinesischen Konjunkturdaten und der in den USA am Mittwoch (14.08.) aufgeflammten Rezessionsangst, denn am Mittwoch sank die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen unter die Rendite der zweijährigen Staatsanleihen. Mittlerweile hat sich die Lage wieder etwas „normalisiert“, doch das Ereignis als solches wird in Bezug auf eine möglicherweise heraufziehende Rezession in den USA als Warnsignal bewertet.

In das für Ölpreise schwache Marktumfeld passten dann auch die aktuellen Daten der Energy Information Administration (EIA) für die Woche zum 09.08. Nachdem es in der Woche zum 02.08. einen Aufbau der Ölbestände zu verzeichnen gab, rechneten die Marktteilnehmer im Vorfeld für die Woche zum 09.08. mit rückläufigen Ölbeständen. Doch sie wurden auf dem falschen Fuß erwischt. Die Bestände legten um knapp 1,6 Mio. Barrel auf 440,5 Mio. Barrel zu. Die US-Rohölproduktion verpasste allerdings einen neuen Jahresrekord (dieser wurde mit 12,4 Mio. bpd in der Woche zum 31.05. aufgestellt) und lag in der Woche zum 09.08. mit 12,3 Mio. bpd auf dem Niveau der Vorwoche.

An der charttechnischen Gesamtlage von WTI Oil hat sich zuletzt nicht sonderlich viel verändert. Der Preis notiert nach dem Zwischenhoch vom Dienstag wieder im Bereich der wichtigen Marke von 55,0 US-Dollar. Aus unserer Sicht ist ein erneuter Test der Zone 51,3 / 50,0 US-Dollar noch nicht vom Tisch.

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