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Ölpreise suchen nach einem Boden

Noch immer leidet der Ölmarkt unter der Sorge um die Nachfrage. Der Handelsstreit zwischen den USA und China schaukelt sich immer weiter hoch. Die Eskalationsspirale dreht sich munter weiter. Beide Seiten zeigen sich in ihren Handlungen und Reaktionen bislang unnachgiebig. China setzt aktuell auf die Währungskarte und „justiert“ den Yuan gegen den US-Dollar neu. Damit haben die Chinesen das Spielfeld Handelskonflikt noch einmal deutlich um den Währungsaspekt erweitert. Die Sorge von Investoren und Anlegern vor einer weiteren Schwächung der Weltwirtschaft schlägt sich in der aktuellen Entwicklung der Ölpreise nieder. Doch nicht nur die Ölpreise stehen vor diesem Hintergrund unter Druck, auch konjunktursensible Industriemetalle, wie etwa Kupfer, werden in Mitleidenschaft gezogen. Dagegen profitieren „sichere Häfen“, wie etwa Gold.

Kommen wir auf die aktuelle Situation am Ölmarkt zurück. Neben eher durchwachsenen Konjunkturdaten galt es zuletzt auch, die aktuellen Daten der Energy Information Administration (EIA) für die Woche zum 02.08. zu verarbeiten, die am Mittwoch (07.08.) veröffentlicht wurden.

Nachdem zuletzt die US-Rohöllagerbestände deutlich gesunken waren, rechneten die Marktteilnehmer auch für die Woche zum 02.08. mit sinkenden Lagerbeständen. Doch statt des erwarteten Abbaus legten die US-Rohöllagerbestände um knapp 2,4 Mio. Barrel auf 438,9 Mio. Barrel zu und liegen damit wieder über dem entsprechenden Fünfjahresdurchschnitt. Doch damit nicht genug. Es gab eine weitere Enttäuschung zu verkraften, denn die US-Rohölproduktion nahm weiter Fahrt auf. Nachdem die US-Rohölproduktion für die Woche zum 26.07. bereits wieder mit 12,2 Mio. bpd angegeben wurde, legte die Ölförderindustrie im aktuellen Berichtszeitraum noch einmal „eine Schippe drauf“. In der Woche zum 02.08. wurden 12,3 Mio. bpd produziert. Damit nähert man sich wieder dem bisherigen Jahresrekord, der in der Woche zum 31.05. mit 12,4 Mio. bpd markiert wurde. Die Reaktion auf die Zahlen fiel entsprechend aus…

Aus charttechnischer Sicht ist WTI Oil nun in Bedrängnis geraten. Das letzte Verlaufstief (und damit ein potentieller Boden) bei 51,3 US-Dollar steht unverändert unter Druck und wurde bereits temporär unterschritten und damit aufgeweicht. Insofern kommen wir nicht umhin, einen Blick auf die Unterseite zu werfen. Sollte der Bereich, den man auch auf 50,0 US-Dollar noch erweitern könnte, nicht halten, so würde eine Fortsetzung der Bewegung in Richtung 45,0 US-Dollar drohen. Entlastung würde es auch unserer Sicht erst geben, wenn sich Gegenbewegungen über die 55,0 US-Dollar hinweg entwickeln sollten.

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