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S&P 500 – Index vor Bewährungsprobe

Im Vergleich zu unserer letzten Kommentierung zum S&P 500 hat sich dessen Chartbild massiv eingetrübt. Vor allem die sehr schwachen US-Daten zwangen den S&P 500 zuletzt in die Knie und kreierten bei den Marktakteuren eine angespannte und nervöse Grundstimmung. Ob mit dem Rutsch unter die 2.900er Marke das aus der aktuellen Gemengelage resultierende Abwärtspotential allerdings bereits abgearbeitet wurde, muss zumindest bezweifelt werden.

Bleiben wir zunächst bei den US-Konjunkturdaten. Nachdem bereits am Dienstag (01.10.) der eminent wichtige ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe für September kräftig enttäuschte und mit 47,8 Prozent deutlich unter der Marke von 50-Prozent lag, schlug der gestern (03.10.) vom Institute for Supply Management veröffentlichte Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe in die gleiche Kerbe. Mit einem Wert von 52,6 Prozent lag der Index für September deutlich unter dem Wert des Vormonats (56,4 Prozent) und verfehlte zudem deutlich die Prognosen (55,0 Prozent). Mit dem heute (04.10.) anstehenden US-Arbeitsmarktbericht für September steht dem Index nun eine weitere Bewährungsprobe ins Haus.

Die schwachen US-Daten setzen die US-Notenbank mittlerweile unter Druck. Die Rufe der Marktakteure nach einer Zinssenkung durch die Fed jetzt im Oktober werden immer lauter. Das Federal Open Market Committee (FOMC) der US-Notenbank wird das nächste Mal planmäßig über die Leitzinsen am 29.10. und 30.10. beraten und entscheiden. Die Spekulation bzw. die Hoffnung auf eine mögliche Leitzinssenkung durch die Fed im Oktober sorgte zuletzt immerhin dafür, dass den US-Indizes das ganz große Fiasko (bislang zumindest) erspart blieb. Schauen wir auf die aktuelle charttechnische Konstellation im S&P 500.

Das Unvermögen des Index in den letzten Wochen, neues Aufwärtsmomentum zu kreieren, war bereits ein Warnzeichen. Das massive Widerstandscluster zwischen 3.000 und 3.028 Punkten versperrt(e) dem Index erfolgreich den Weg. Nachdem der S&P 500 sich zunächst nur ganz langsam und „widerwillig“ vom Widerstandsbereich entfernte, kam nun Zug in die Korrekturbewegung. Fast scheint es, als ob die „Bullen“ die Waffen gestreckt hätten. Das beachtliche Abwärtsmomentum drückte den Index zwischenzeitlich unter die 2.900er Marke. Die zentrale Unterstützung bei 2.930 Punkten wurde damit unterschritten, sodass der Index unserer Meinung nach aus dem kurzfristig bullischen Szenario herausgefallen ist. Sollte der Index nun auch noch die Handelswoche unterhalb dieser Marke beenden, ist eine Neubewertung unerlässlich. Ein Wochenschluss oberhalb von 2.930 Punkten würde zumindest aus charttechnischer Sicht den Schaden begrenzen… Auf der Unterseite sind nach dem Bruch der 2.930er Marke nun Bewegungsziele bei 2.850 Punkten (200-Tage-Linie) und 2.820 / 2.800 Punkten (massive Unterstützungszone) aktiviert.

 (S&P 500® ist eine eingetragene Marke von Standard & Poor‘s Financial Services, LLC)

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