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US-Dollar demonstriert Stärke

Der US-Dollar demonstriert in diesen Tagen am Devisenmarkt Stärke. Den Euro hat der Greenback in die Knie gezwungen und auf ein neues 52-Wochen-Tief gedrückt. Der kurze Erholungsversuch des Japanischen Yen gegen den US-Dollar nahm ein jähes Ende. Der Greenback hat auch in diesem Währungspaar wieder das Ruder übernommen. Gegen das Britische Pfund bietet sich ein ähnliches Bild. Der temporäre Höhenflug des Pfunds wurde vom US-Dollar gestoppt. Schauen wir uns einmal stellvertretend für die aktuelle Lage die Situation bei EUR/USD an.

Als der Euro gegen den US-Dollar Anfang August die wichtige Marke von 1,11 US-Dollar unterschritt, war das ein wichtiges Warnsignal, handelte es sich doch bei dieser Marke um eine eminent wichtige Unterstützung. Irgendwie „wurschtelte“ sich die Gemeinschaftswährung in der Folgezeit aber so durch und hielt Kontakt zu den 1,11 US-Dollar. Ende August gab es dann den nächsten Korrekturimpuls. Dieses Mal ging es für den Euro unter die 1,10 US-Dollar. Spätestens zu diesem Zeitpunkt musste man die 1,08 US-Dollar als potentielles Bewegungsziel thematisieren. Doch der Euro stemmte sich zunächst gegen die Fortsetzung der Korrekturbewegung und erholte sich. Hierbei verpasste er es aber, eine wichtige Weichenstellung zu vollziehen und die 1,11 US-Dollar erneut zurückzuerobern. Nach einigem Ringen kippte der Euro kürzlich erneut weg und dieses Mal ging es auch unter die 1,09 US-Dollar. Mit aktuell 1,089 US-Dollar kristallisiert sich das Bewegungsziel von 1,08 US-Dollar immer deutlicher heraus. Zu Beginn der aktuellen Handelswoche geriet der Euro unter Druck. Maßgeblichen Anteil daran hatten die aktuellen Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise im September in Deutschland. Mit einem Plus in Höhe von 1,2 Prozent (vorläufig) gegenüber dem Vorjahresmonat lag der Wert deutlich unter dem für August 2019 (+1,4 Prozent gegenüber Vorjahresmonat) und auch unterhalb der Prognosen. Das setzte dem Euro zu. In den nächsten Handelstagen dürfte es für den US-Dollar spannend werden. Bereits heute (01.10.) wird der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Am Donnerstag (03.10.) wird der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe bekanntgegeben. Am Freitag (04.10.) steht der wichtige US-Arbeitsmarktbericht an.

Aus charttechnischer Sicht scheint die Marschroute für den Euro vorgegeben zu sein, sodass ein Test der 1,08 US-Dollar nicht überraschen sollte. Der Euro ist charttechnisch angeschlagen. Erst ein Comeback der Gemeinschaftswährung oberhalb von 1,10 US-Dollar würde das Bild aufhellen. Sollte es allerdings sogar unter die 1,08 gehen, muss eine Neubewertung der Lage erfolgen. Was dem Euro in diesem Fall dann womöglich „blühen“ könnte, zeigt ein Blick auf folgenden Langfrist-Chart (3-Jahres-Chart auf Wochenbasis).

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