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US-Dollar gegen den Euro im Rückwärtsgang

Die schwachen US-Daten aus der letzten Handelswoche haben ihre Wirkung am Devisenmarkt nicht verfehlt. Der US-Dollar geriet zuletzt massiv unter Druck und musste vor allem gegen den Euro, aber auch gegen den Japanischen Yen, kräftig Federn lassen. Die Marktakteure sind offenkundig im Begriff, eine baldige Leitzinssenkung durch die US-Notenbank einzupreisen. Die nächste Gelegenheit hierzu hätte die Fed am 30.10. Ob sie das dann auch letztendlich machen wird, dürfte maßgeblich von den anstehenden US-Daten abhängen. Doch dazu später mehr.

Die in der letzten Handelswoche in den USA veröffentlichten ISM-Indizes für das verarbeitende und für das nicht-verarbeitende Gewerbe (sprich Dienstleistungssektor) waren herbe Enttäuschungen. Und auch der am Freitag (04.10.) veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht für September konnte nicht wirklich überzeugen, hielt aber so die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung in den USA am Leben.

Doch zur Ruhe kommen die Marktakteure nicht, denn in den nächsten Handelstagen stehen weitere relevante Daten in den USA an. Bereits im weiteren Tagesverlauf werden noch heute (08.10.) die US-Erzeugerpreise veröffentlicht. Am Mittwoch (09.10.) folgt das Protokoll der letzten Sitzung des FOMC vom 17.09. / 18.09. Am Donnerstag wird es dann besonders spannend, denn dann stehen die eminent wichtigen US-Verbraucherpreise auf der Agenda. Zudem werden am Freitag (11.10.) wichtige Daten zum US-Verbrauchervertrauen (ermittelt durch Reuters / Uni Michigan) erwartet. Nach der zuletzt deutlich eingetrübten Stimmung unter US-Verbrauchern werden die frischen Daten unter besonderer Beobachtung stehen. Die eminent große Bedeutung des privaten Konsums für die US-Wirtschaft ist hinlänglich bekannt. Schauen wir zunächst auf die aktuelle Konstellation bei dem Währungspaar EUR/USD.

Über lange Zeit dominierte der US-Dollar die Gemeinschaftswährung. Im Ergebnis wurde mit 1,088 US-Dollar ein Verlaufstief ausgebildet, von dem sich der Euro allerdings unter dem Eindruck der aktuellen Entwicklungen erholen konnte. Der Chart von EUR/USD zeigt aber auch gleichzeitig, dass der Euro noch nicht sonderlich viel gewonnen hat. Die Rückkehr über die 1,10 US-Dollar wäre diesbezüglich ein erster Achtungserfolg, doch bislang scheiterte der Euro mit diesem Unterfangen. In Verbindung mit dem kurzfristigen Abwärtstrend (grün dargestellt) bildet der Horizontalwiderstand einen veritablen Kreuzwiderstand. Sollte es dem Euro jedoch gelingen, die 1,10 US-Dollar aus dem Weg zu räumen, würde die Erholung weiter an Relevanz gewinnen und die Tür stünde der Gemeinschaftswährung dann in Richtung 1,11 US-Dollar offen. Auf der Unterseite gilt es für den Euro, die Ausbildung neuer Bewegungstiefs unbedingt zu vermeiden, anderenfalls könnte sich die Abwärtsbewegung bis auf 1,05 US-Dollar ausdehnen.

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