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US-Dollar steht gegen den Yen unter Druck!

Die Turbulenzen in den letzten Handelstagen haben auch den Devisenmarkt ordentlich durcheinandergewirbelt. Das rasche Eingreifen der Fed in Form einer deutlichen Zinssenkung am Dienstag (03.03.) hat die Karten bei diversen Währungspaaren noch einmal neu gemischt und dem Greenback weiche Knie beschert. Schauen wir in diesem Zusammenhang auf USD/JPY (WKN: 965991 ISIN: XC0009659910 Kürzel: DLYN).

Das Währungspaar hatten wir bereits in der letzten Woche an dieser Stelle thematisiert und den US-Dollar dabei in schwieriger Lage vorgefunden. Der US-Dollar musste zuvor seinen durchaus vielversprechend angelaufenen Versuch, die Widerstandszone um 112,0 JPY zu überwinden, abbrechen. Mit großer Vehemenz näherte sich der US-Dollar zum damaligen Zeitpunkt seiner wichtigen Unterstützung bei 110,0 JPY. Die vermeintlich stark ausgebaute Unterstützung konnte dem Abverkauf jedoch nichts entgegensetzen. Rasch fand sich der US-Dollar im Bereich der nächsten Unterstützung bei 109,0 JPY wieder. Doch auch diese vermochte es nicht, dem Treiben Einhalt zu gebieten, so dass der US-Dollar seine Bewegung auch unter die eminent wichtigen 108,0 JPY ausdehnte und nun versucht, im Bereich von 107,0 JPY einen neuen Boden auszubilden.

Mit Blick auf die aktuelle Dynamik ist aber auch nicht auszuschließen, dass es noch einmal in Richtung 105,0 JPY gehen könnte. Maßgeblichen Anteil an der jüngsten Entwicklung hat vor allem die überraschende Leitzinssenkung durch die Fed um 50 Basispunkte auf eine Spanne von 1,00 Prozent bis 1,25 Prozent vom Dienstag. Sowohl Zeitpunkt (die nächste turnusmäßige FOMC-Sitzung ist erst am 17.03. / 18.03.) als auch Umfang kamen für viele Marktakteure überraschend. Doch nicht nur die Leitzinssenkung setzte dem US-Dollar zu. Die jüngsten US-Konjunkturdaten boten ein ambivalentes Bild. So lag der aktuelle ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe unterhalb der Erwartungen, während der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe oberhalb der Erwartungen liegend veröffentlicht wurde. Am Freitag (06.03.) dürfte es vor diesem Hintergrund noch einmal spannend werden, wenn der US-Arbeitsmarktbericht für Februar veröffentlicht wird.

Kurzum: Die aktuelle Situation bei USD/JPY ist weniger das Ergebnis eines starken Yen als vielmehr das Ergebnis eines aktuell schwächeren US-Dollars, dennoch hat der Yen das Kommando übernommen. Eine Ausdehnung der Korrekturbewegung bis in den Bereich von 105,0 JPY ist aktuell nicht ausgeschlossen. Erste Entlastung ist zu erwarten, sollte es dem Greenback gelingen, die wichtigen 108 JPY inkl. der knapp darüber verlaufenden 200-Tage-Linie zurückzuerobern. Eine Neubewertung der Lage wäre erforderlich, sollte es für den US-Dollar unter die 105,0 JPY gehen.

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