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US-Dollar wieder mit Oberwasser

Der US-Dollar hat sich am Devisenmarkt wieder in Bewegung gesetzt und scheint seine temporäre Schwäche ad acta gelegt zu haben. Vor allem gegen den Euro und gegen den Japanischen Yen gelang es dem Greenback zuletzt, wichtige charttechnische Impulse zu initiieren. Bleiben wir gleich bei USD/JPY. Zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung an dieser Stelle vor genau einer Woche lief der US-Dollar noch Gefahr, den massiven Unterstützungsbereich 108,5 JPY / 108,3 JPY aufgeben zu müssen. Diese Zone erhielt durch die dort verlaufende 200-Tage-Linie weitere Relevanz. Ein Verlust hätte aus charttechnischer Sicht eine gewisse Tragweite gehabt. Doch es kam anders.

In der letzten Handelswoche standen in den USA zahlreiche relevante Konjunkturdaten auf der Agenda. So lagen beispielsweise die veröffentlichten ISM-Indizes für das verarbeitende und für das nicht-verarbeitende Gewerbe für Januar deutlich über den Prognosen und auch deutlich über der wichtigen Signallinie von 50 (Werte über 50 signalisieren Wachstum). Aber auch andere Daten, wie etwa die Entwicklung der Werksaufträge, schlugen in die gleiche (positive) Kerbe. Mit dem am Freitag (07.02.) veröffentlichten US-Arbeitsmarktbericht stand allerdings der ultimative Belastungstest für den Greenback an. Die Arbeitsmarktdaten für den Januar wussten nicht nur in puncto Zahl der neugeschaffenen Stellen (exLandwirtschaft) zu überzeugen, die deutlich über den Markterwartungen liegend veröffentlicht wurde, auch die Entwicklung der Stundenlöhne stützte den Greenback. Auf japanischer Seite setzte sich hingegen die Serie ambivalenter Daten weiter fort.

Aus charttechnischer Sicht nahm der US-Dollar nach dem erfolgreichen Test der Zone 108,5 JPY / 108,3 JPY wieder Fahrt auf. Hierdurch könnte sich nun in Kombination mit dem vorherigen, markanten Tief eine Doppelbodenformation herausbilden, die sich aber noch durch einen erfolgreichen Ausbruch über das massive Widerstandscluster 110,0 JPY /  110,3 JPY bestätigen muss. Im Wesentlichen sind damit die beiden relevanten Kursbereiche genannt. Über die 110,0 JPY /  110,3 JPY muss der Greenback und unter die 108,5 JPY / 108,3 JPY sollte er tunlichst nicht fallen… Die starke fundamentale Lage des US-Dollar bricht sich auch bei EUR/USD Bahn.

Der US-Dollar zwingt den Euro derzeit im wahrsten Sinne des Wortes in die Knie. Aktuell läuft die Gemeinschaftswährung das markante Tief von Ende September / Anfang Oktober bei 1,088 US-Dollar an. Sollte der Euro diese Unterstützung aufgeben müssen, würde eine Fortsetzung der Bewegung bis in den Bereich von 1,07 US-Dollar oder gar 1,05 US-Dollar drohen. Eine gewisse Entspannung dürfte eintreten, sollte der Euro den US-Dollar wieder über die 1,10er Marke treiben können. Doch aktuell hat der Greenback das Momentum auf seiner Seite.

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