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WTI Oil bestätigte zuletzt wichtige Unterstützung

WTI Oil bestätigte in der letzten Handelswoche noch einmal die zentrale Unterstützung im Bereich von 50,0 / 51,5 US-Dollar. Ob damit das aus der aktuellen Gemengelage resultierende Abwärtspotential aber bereits vollständig ausgeschöpft wurde, bleibt noch abzuwarten. Womöglich kommt es nur zu einer kurzen Verschnaufpause, denn eine Fortsetzung der Korrekturbewegung ist nicht auszuschließen. Bleiben wir in Bezug auf WTI Oil gleich bei den charttechnischen Aspekten.

Die fulminante, aber offenkundig spekulationsgetriebene Aufwärtsbewegung von Mitte September ließ WTI Oil noch einmal eine veritable Fallhöhe erklimmen. Der Ölpreis kippte ausgehend von seinem Zwischenhoch bei knapp 63,0 US-Dollar nach unten weg. Wichtige Unterstützungen – so etwa die Bereiche von 57,5 US-Dollar und vor allem 55,0 US-Dollar (inkl. Aufwärtstrend) – gingen verloren. Die 200-Tage-Linie wurde ebenfalls mit „Pauken und Trompeten“ unterschritten. Einzig der massive Unterstützungsbereich von 51,5 / 50,0 US-Dollar hielt dem Druck (bislang zumindest) Stand. Sollte auch diese Unterstützung wegbrechen, muss mit einer Ausweitung der Korrekturbewegung auf 47,5 US-Dollar oder gar 45,0 US-Dollar gerechnet werden. Um die aktuelle charttechnische Konstellation adäquat darstellen zu können, haben wir auf einen 3-Jahres-Chart auf Wochenbasis zurückgegriffen.

Die aktuelle Gemengelage wird vornehmlich von Ängsten in Bezug auf die Nachfrageentwicklung dominiert. Diese bekamen aufgrund der letzten US-Daten noch einmal neue Nahrung. In der letzten Handelswoche enttäuschten die eminent wichtigen ISM-Indizes für das verarbeitende und für das nicht-verarbeitende Gewerbe. Auch die Qualität des US-Arbeitsmarktberichtes für September ließ letztendlich etwas zu wünschen übrig. Die Zahl der neugeschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft sowie die Entwicklung der Stundenlöhne blieben hinter den Prognosen zurück. Doch nicht nur die Sorgen in Bezug auf die Nachfrageentwicklung belasten den Ölpreis. Ein weiterer Knackpunkt ist die gute Versorgungslage. Die Lager sind voll. Ein Beleg hierfür waren auch die aktuellen Daten der Energy Information Administration für die Woche zum 27.09. Die US-Rohöllagerbestände stiegen im Berichtszeitraum um 3,1 Mio. Barrel auf 422,6 Mio. Barrel an. Damit setzte sich der Trend zum Bestandsaufbau zunächst fort. Die US-Rohölproduktion wurde für die Woche zum 27.09. mit 12,4 Mio. bpd angegeben. Im Vergleich zur Vorwoche mit 12,5 Mio. bpd wurde damit zwar ein leichter Rückgang verzeichnet, doch das Produktionsniveau liegt noch immer in Reichweite zu den bisherigen Jahreshochs. Insofern ist auch unter diesem Aspekt keine signifikante Entspannung auszumachen.

Kurzum: Die Lage am Ölmarkt bleibt fragil. Preisstimulierende Faktoren spielen aktuell keine allzu große Rolle. Stattdessen dominieren Sorgen in Bezug auf die Nachfrageseite. Bei WTI Oil müssen aus charttechnischer Sicht die 50,0 US-Dollar halten, anderenfalls droht eine Ausweitung der Bewegung auf bis zu 45,0 US-Dollar. Auf der Oberseite würde eine Rückkehr über die 55,0 US-Dollar die Lage erst einmal entspannen.

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