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WTI Oil – Überzeugend ist das noch nicht!

Die aktuelle Lage am Ölmarkt richtig einzuordnen und Perspektiven für die kommenden Tage und Wochen abzuleiten, bleibt ein schwieriges Unterfangen. In der letzter Zeit kreierten sich ein ums andere Mal spannende Gemengelagen, die eigentlich nachhaltig anziehende Preise erwarten ließen und doch gelang es weder WTI Oil noch Brent C.O., neue Akzente auf der Oberseite zu setzen. Der Markt scheint derzeit gedeckelt zu sein…

Ein weiteres Beispiel hierzu lieferte der gestrige Handelstag (Mittwoch, 24.07.). In den USA wurden  die aktuellen Daten der EIA (Energy Information Administration) zur Lage des US-Ölmarktes für die Woche zum 19.07. veröffentlicht. Auf den ersten Blick waren die Daten zu den US-Rohöllagerbeständen und zur US-Ölproduktion „bullisch“ einzuordnen.

Die US-Rohöllagerbestände sanken um satte 10,8 Mio. Barrel auf 445,0 Mio. Barrel. Dieser deutliche Rückgang übertraf die Markterwartungen bei weitem. Im Vorfeld ging man um eine Reduzierung in Höhe von „nur“ 4,0 Mio. Barrel aus. Der zweite Blick offenbart dann das „aber“, denn trotz des starken Rückgangs muss man aber auch gleichzeitig feststellen, dass der Wert von 445,0 Mio. Barrel noch immer um 2 Prozent über den für diese Phase im Jahr relevanten Fünfjahresdurchschnitt liegt. Auch in puncto US-Rohölproduktion gab es Bewegung. Die EIA wies für die Woche zum 19.07. einen Wert von 11,3 Mio. bpd (barrels per day) aus. Zum Vergleich: Für die Woche zum 12.07. wurde eine Ölproduktion in den USA in Höhe von 12,0 Mio. bpd veröffentlicht, nach 12,3 Mio. bpd für die Woche zum 05.07. Der bisherige Jahresrekord wurde im Übrigen in der Woche zum 31.05. mit 12,4 Mio. bpd markiert. Der deutliche Rückgang der US-Ölproduktion auf 11,3 Mio. bpd ist auf den ersten Blick ein für die Ölpreise positives Signal. Doch auch in diesem Punkt müssen wir Wasser in den Wein gießen. Die Daten standen unter dem Einfluss temporärer, wetterbedingter Schließungen von Förderanlagen im Süden der USA.  Insofern muss man abwarten, wie die nächsten Daten ausfallen werden.

Die Reaktion des Marktes auf die Zahlen fiel zunächst positiv aus. Die Ölpreise legten zu, kamen dann aber im weiteren Verlauf wieder zurück. In Bezug auf WTI Oil heißt das, dass der Vorstoß in Richtung 57,5 US-Dollar zunächst scheiterte. Die beiden für WTI Oil relevanten Marken sehen wir unverändert bei 60,0 US-Dollar auf der Oberseite und 55,0 US-Dollar auf der Unterseite. Ein Ausbruch aus der Range würde eine Neubewertung der Lage erforderlich machen. Bis dahin bleibt Geduld eine wichtige Tugend!

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